LFU Innsbruck entwickelt neue Innovation für den Spielmarkt

"game bubble - pneumatic virtual reality" ist ein Diplomarbeitsprojekt an der Fakultät für Architektur mit dem Ziel für Spielekonsolen eine eindrucksvolle Umgebung zu schaffen, in der Spielen mehr Spass macht. Die Diplomandin ist Frau Sonja Entner, eine Studentin der LFU Innsbruck.
game bubble
Bild: game bubble

Der game bubble bietet die Möglichkeit eines Spieleumfeldes mit einem sphärischen Projektionsbild, das annähernd den menschlichen Blickwinkel abdeckt. Der Spieler kann in die Spielewelt eintauchen und hat dadurch ein gesteigertes Spieleerlebnis.

 

Spielfreude überall einsetzbar

„Der game bubble hat einen Sockel auf dem zwei Spieler Platz finden, die gleichzeitig miteinander spielen können“, erklärt Sonja Entner. Der Sockel besteht aus mit Polyesterharz und Glasfasergewebe laminierten Schaumstoffplatten mit Flip-Flop-Lackierung. Der Sockel ragt in den Folienraum und beinhaltet die gesamte Technik (X-Box 360, Projektor, Gebläse etc.) „Die Spieler steuern die Spiele der X-Box 360 z.B.: Need for Speed Most Wanted, Tony Hawks, etc. mit funkgesteuerten Gamepads“, führt Entner aus. Der game bubble dient zur Unterhaltung bei diversen Events, aufgrund seines geringen Gewichtes ist er leicht zu transportieren und innerhalb kürzester Zeit auf- und ab zu bauen. Die Aufblaszeit beträgt nur rund fünf Minuten.

 

game bubble ist vielseitig verwendbar

Im Zuge der Diplomarbeitspräsentation wird der game bubble vom 20.-24. November 2006 an der LFU Innsbruck aufgebaut. Zusätzlich zur Spielefunktion mit Konsole, kann der game bubble als sphärischer Präsentationsraum z.B.: für Messen zum Einsatz kommen, an den Projektor kann jeder PC angeschlossen werden, somit können beliebige Daten (Bilder, Filme etc.) gezeigt werden. Das Projekt game bubble wurde bereits auf der Design Messe blickfang im MAK (Museum für angewandte Kunst) 2005 in Wien und während der Vortragsreihe Textiltage 2006 auf der TU in Innsbruck vorgestellt.

„Die Realisierung wurde durch die Zusammenarbeit mit vielen Firmen ermöglicht, die zum Teil kostenlos oder vergünstigt Wissen, Material und Arbeit zur Verfügung stellten - besonders bei DI Michael Schultes - schulteswien.pneus“, bedankt sich Entner. Die Entwicklungs- und Bauzeit beanspruchte insgesamt zwei Jahre. Die Produktionskosten beliefen sich auf über 2000 Euro exklusive Technik.

 

Zur Konstruktion

Den Projektionsraum bildet eine luftgestützte Konstruktion bestehend aus zwei Hüllen aus transparenter Kunststofffolie, die mit Seilen verbunden sind. Für das Anbringen der Seile an der Folie wurde eigens eine Steckverbindung aus mehreren Kunststoff-Spritzgußteilen entwickelt, die ein exaktes Vorfertigen und einen schnellen Zusammenbau der Abstandsseile ermöglicht. Der Zwischenraum zwischen Innen- und Aussenhülle steht unter Überdruck.

Auf die Innenhülle wurde eine Spezialbeschichtung aufgebracht, durch diese es möglich wird, trotz transparenter Kunststofffolie als Ausgangsmaterial, das projizierte Bild der Spielekonsole darzustellen. Die Beschichtung wurde so gewählt, dass das Umfeld während des Spielens noch wahrgenommen werden kann. Der gewünschte Effekt ist eine Überlagerung der Bilder von Realität und Virtualität.

 

Beteiligte Personen und Firmen
  • institut für experimentelle architektur.hochbau Prof. Kjetil Thorsen-Arch DI Erich Gutmorgeth
  • DI Michael Schultes - schulteswien.pneus aufblasbares, Wien
  • Vogrin Datenprojektion, Rankweil
  • Mack Kunststoff Spritzgußtechnik und Werkzeugbau, Altenmarkt
  • Reisewitz Folienbeschichtung, Penig
  • Microsoft X-Box, Wien
  • Hartmann Bootsbau Polyesterlaminat, Hard