Karl-Rahner-Preis 2006 an Linzer Theologen

Wie jedes Jahr vergibt die Karl-Rahner-Stiftung Innsbruck den Karl-Rahner-Preis für theologische Forschung. Der diesjährige Preisträger ist der Soziologe und Theologe Dr. Ansgar Kreutzer, Assistent an der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz. Kreutzer hat den Preis für seine Dissertationsarbeit erhalten.
Dr. Ansgar Kreutzer, Assistent an der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz.
Bild: Dr. Ansgar Kreutzer, Assistent an der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz.

"Kritische Zeitgenossenschaft. Konturen einer kontextuellen Theologie für die moderne Gesellschaft in Auseinandersetzung mit der Pastoralkonstitution .Gaudium et Spes'", so lautet der Titel der Dissertation des 33-Jährigen. Kreutzer wurde in  Saarbrücken (Deutschland) geboren. Nach einem Studienaufenthalt in Paris und nach der Mitarbeit an zahlreichen wissenschaftlichen Projekten ist er nun seit 1. März 2002 Universitätsassistent am Institut für Fundamentaltheologie und Dogmatik der Katholisch-Theologischen Privatuniversität, Linz.

Für seine Dissertation erhielt der Theologe nun den Karl-Rahner-Preis 2006, welcher mit einer Summe von 5000,- Euro zur Drucklegung hervorragender wissenschaftlicher Arbeiten dotiert ist. Seine Arbeit wird in Kürze in der Reihe der Theologischen Studien im Verlag Tyrolia erscheinen.

"Karl-Rahner-Preis für theologische Forschung"

Mit Zustimmung von P. Karl Rahner wurde anlässlich seines 80. Geburtstages  der Verein „Karl-Rahner-Preis für Theologische Forschung“ gegründet. Jährlich wird eine Prämie ausgeschrieben für die bestqualifizierten theologischen Arbeiten. Mit Dezember endet die Bewerbungsfrist für Dissertationen und Habilitationsschriften, die in der ITS-Reihe (Innsbrucker Theologische Studien) erscheinen. Ein Komitee, ein Gremium aus Professoren der Theologischen Fakultät Innsbruck entscheidet über die Vergabe.

Für den Preis sind Fonds eingerichtet: Vom Wiener "Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung" und von der Karl-Rahner-Stiftung mit Sitz in München kommen die meisten Zuschüsse. „Die mit dem Karl-Rahner-Preis und den ITS befassten Professoren verstehen ihr Engagement nicht zuletzt als Beitrag, Studierenden den Weg ihrer wissenschaftlichen 'Laufbahn' zu ebnen“, heißt es auf der Homepage des Institutes.

70 Bände seit 1978 in der ITS-Reihe erschienen.

Die „Innsbrucker theologischen Studien" werden von Professoren der katholisch-theologischen Fakultät herausgegeben. Die Reihe steht vor allem Dissertationen und Habilitationen offen. Seit 1985 erscheinen in der Reihe auch die, mit dem „Karl-Rahner-Preis für theologische Forschung" ausgezeichneten Arbeiten. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf der Systematischen Theologie, d.h. auf Fundamentaltheologie, Dogmatik und Ökumenik sowie allgemeiner Moraltheologie.