StudentInnen der LFU gestalten Hall

Ziel des kürzlich zu Ende gegangenen Wettbewerbes „Bebauung Untere Lend“ war es, innovative Zukunftsprojekte für das gleichnamige Stadtgebiet Halls, das südöstlich der Altstadt nahe dem Inn liegt, zu erarbeiten.
v.l.: Juryvorsitzender Arch. Hanno Schlögl, Ass.-Prof. DI Dr. Maria Schneider, Annick Mergen und Johannes Mitterdorfer
Bild: v.l.: Juryvorsitzender Arch. Hanno Schlögl, Ass.-Prof. DI Dr. Maria Schneider, Annick Mergen und Johannes Mitterdorfer

Ein Semester lang arbeiteten StudentInnen des Instituts für Städtebau und Raumplanung der LFU unter der Leitung von Prof. Maria Schneider an Projekten, die sich mit der Bebauung der Unteren Lend auseinandersetzten. Die konkrete Aufgabe für die Studierenden hieß, einen Masterplan zu erstellen und neue Wohnkonzepte, die den heutigen und zukünftigen Bedürfnissen der Menschen entsprechen, unter Einplanung aller dafür notwendigen Infrastrukturen, zu entwickeln. Dies forderte von den Studierenden unter anderem die Auseinandersetzung mit zukünftigen Lebens- und Raumstrukturen, um dann nachhaltig entsprechende Lebensbedingungen zu schaffen. Die Synthese des Innenraumes mit dem Außenraum, dem städtischen öffentlichen Raum, stand im Vordergrund und musste entsprechend der erarbeiteten inhaltlichen Konzepte geplant, gestaltet und dargestellt werden.

 

Insgesamt nahmen 28 Studierende am Wettbewerb teil. Ein Projektteam setzte sich aus 2 Studenten zusammen, sodass 14 innovative Projekte entwickelt werden konnten. Das Projekt wurde als betreuter nicht anonymer studentischer Wettbewerb durchgeführt.

 

Über den ersten Platz konnten sich Annick Mergen und Johannes Mitterdorfer mit ihrer Arbeit „Strang(ulierung)“ freuen. Die Jury lobte die Arbeit mit folgenden Worten: „Dieser Entwurf überzeugt durch seinen vorbildlosen Ansatz, die Bebauung mittels kristallin geformten Baukörpern, welche mit einem ´Strang´ verbunden sind, zu lösen. Dieser ´Strang´ löst sich im Bereich der bestehenden Bebauung auf und geht mit dem Vorhandenen eine unverkrampfte räumliche Beziehung ein.“ Weiter heißt es in der Begründung der Jury: „Ein gelungenes, ´erfrischendes’ Projekt, welches die ‘Lust zum Weitermachen’ vermittelt.“ Neben den lobenden Worten erhielten die StudentInnen auch Geldpreise. Jurymitglieder waren: Arch. Benedikt Gratl, Arch. Ingrid Krazer, StR Dr. Johannes Margreiter, Arch. Hanno Schlögl, StR Walter Vedlin, Bgm. Leo Vonmetz.

 

„Gerade in einer Stadt, in der die jahrhunderte alten Kernbereiche, wie etwa die Altstadt, so gewissenhaft und fachmännisch bewahrt und saniert werden, ist auch die qualitätvolle moderne Architektur ein wichtiger Aspekt der Stadtentwicklung. Deswegen freue ich mich sehr, dass die Zusammenarbeit mit dem Institut für Städtebau und Raumplanung der LFU Innsbruck zustande gekommen ist und ich möchte mich noch einmal bei Prof. Maria Schneider herzlich dafür bedanken. Die von ihr betreuten StudentInnen, die an dem Wettbewerb für eine Bebauung der Unteren Lend teilgenommen haben, konnten uns mit sehr ideenreichen Projekten überraschen. Viele von ihnen haben in ihren Überlegungen auch umweltrelevante und soziale Aspekte eingebracht und eine mutige und moderne Formensprache eingesetzt“, so Halls Bürgermeister Leo Vonmetz.

 

Das Gebiet „Untere Lend“ wurde ohne ein besonderes Konzept nach und nach bebaut. Da das Areal etwas abseits, jedoch nahe des Zentrums liegt, soll es zu einem funktionierenden Stadtviertel, eventuell auch mit Nahversorgung, konzipiert werden.