Rechtswissenschaftliche Fakultät der LFU gratuliert BM für Justiz a.D. Prof. Hans R. Klecatsky zum 85. Geburtstag

Im Rahmen des heurigen Fakultätstages gratulierten Dekan Prof. Gustav Wachter und Prof. Norbert Wimmer, Leiter des Instituts für Öffentliches Recht, Finanzrecht und Politikwissenschaft, stellvertretend für die gesamte Rechtswissenschaftliche Fakultät der LFU dem langjährigen Vorstand des Instituts für Öffentliches Recht, Prof. Hans R. Klecatsky, herzlich zu dessen 85. Geburtstag.
Dekan Prof. Gustav Wachter (rechts) gratulierte Prof. Hans R. Klecatsky zu dessen 85. Geburtstag.
Bild: Dekan Prof. Gustav Wachter (rechts) gratulierte Prof. Hans R. Klecatsky zu dessen 85. Geburtstag.

In ihren Reden würdigten Wachter und Wimmer den Jubilar als eine der größten Persönlichkeiten des Österreichischen Verfassungsrechts des 20. Jahrhunderts. „Der heurige Fakultätstag als Ort der Begegnung und Kommunikation bietet uns nicht nur die Möglichkeit, Flagge zu zeigen und unsere Fakultät nach innen und außen zu präsentieren, mit der Verleihung der Franz-Gschnitzer-Preise und vor allem mit dem runden Geburtstag von Prof. Hans Klecatsky stehen uns heute zwei besonders erfreuliche Ereignisse ins Haus“, so Dekan Wachter in seiner Eröffnungsrede. Prof. Klecatsky habe in den Jahrzehnten seines Wirkens an der LFU das Institut für Öffentliches Recht sowie die gesamte Juridische Fakultät entscheidend geprägt und mitgeformt, die diesjährigen Preisträger des Franz-Gschnitzer-Preises repräsentierten die Exzellenz des wissenschaftlichen Nachwuchses der hiesigen Alma Mater.

 

Hans Klecatsky wurde am 6. November 1920 geboren, im Jänner 1965 wurde er Professor am Institut für öffentliches Recht an der LFU. Nach seiner Zeit als Justizminister von 1966 bis 1970 kehrte Prof. Klecatsky an die LFU zurück und leitete das Institut für Öffentliches Recht bis 1991 als Vorstand.

 

TIWAG-Vorstandsvorsitzender Dr. Bruno Wallnöfer, selbst Absolvent der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der LFU: „Ich habe Prof. Klecatsky während meiner Studienzeit selbst erleben dürfen und war stets von seinen fachlichen und menschlichen Qualitäten beeindruckt. Wer einen solchen Mann ehrt, ehrt sich selbst!“

 

 

Franz-Gschnitzer-Preis 2005

 

Für ihre im Rahmen ihrer Dissertationen vollbrachten besonderen Leistungen wurden Dr. Verena Lorenz, MMag. Dr. Rupert Manhart und Dr. Marcus Schmitt mit dem von der TIWAG gestifteten Franz-Gschnitzer-Preis ausgezeichnet. Dr. Lorenz beschäftigte sich in ihrer Arbeit mit den im Mai 2002 in Kraft getretenen Insolvenzverordnungen der EU, MMag. Dr. Manhart erörterte Begatellstraftaten im Finanzstrafrecht, Dr. Schmitt behandelte Markenrechtliche Probleme. Der Preis wird seit 1995 von der Rechtswissenschaftlichen Fakultät für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Rechts- und Staatswissenschaften verliehen. Dotiert ist der Preis heuer mit jeweils 2.200 Euro.

 

Franz Gschnitzer wurde am 19. Mai 1899 in Wien geboren. In den 20er Jahren kam Gschnitzer nach Innsbruck und wurde ordentlicher Professor für römisches und modernes Privatrecht. Während seiner Zeit in der Tiroler Landeshauptstadt wurde er zum Dekan, Rektor und Senator der Universität Innsbruck gewählt. Neben seiner Tätigkeit als akademischer Lehrer war Gschnitzer Präsident des Fürstlich Obersten Gerichtshofes des Fürstentums Liechtenstein, Nationalratsabgeordneter im österreichischen Parlament und Mitglied des Bundesrates. Unter der Regierung Julius Raab wurde Gschnitzer neben Bruno Kreisky zum Staatssekretär im Außenamt ernannt. Franz Gschnitzer verfasste in seiner wissenschaftlichen Laufbahn sehr viele bekannte Publikationen und konnte auch als Schriftsteller mit dem Schauspiel „Matterhorn“ überzeugen. Gschnitzer gilt als ebenso engagierter wie renommierter Jurist. Er starb 1968 im Alter von 69 Jahren in Innsbruck.