Wichtiger Baustein der universitären Ausbildung

Marketing-Studenten der SoWi-Fakultäten führten im abgelaufenen Studienjahr gemeinsam mit dem Haus der Begegnung ein Praxisprojekt durch. Kürzlich wurden die Ergebnisse präsentiert. Neben Vorschlägen zur Positionierung des Bildungshauses wurde ein Instrument zur Analyse der Kundenzufriedenheit ausgearbeitet.
Die Studierenden des Aufbaukurses Marketing  SS 2005 vor dem Haus der Begegnung
Die Studierenden des Aufbaukurses Marketing SS 2005 vor dem Haus der Begegnung: 1. von links Projekttutor Christoph Rabl, 2. von links Projektleiter Dr. Robert Schorn, 1. von rechts Projektleiterin Dr. Andrea Hemetsberger

Das Haus der Begegnung, im Jahr 1966 durch Bischof Paulus Rusch als „Stätte der sozialen Bildung und Begegnung“ eröffnet, bietet neben der Durchführung von eigenen Bildungsveranstaltungen auch Firmen und Vereinen die Möglichkeit, das Haus für Veranstaltungen aller Art zu nutzen. Neben einer seit dem Umbau im Jahr 2001 perfekten Infrastruktur bietet es seinen Kunden nicht nur ein umfangreiches Programm, sondern zweifellos auch ein besonderes Ambiente. Für Dr. Anton Schuierer, den Direktor des Hauses, kein Grund sich auszuruhen. „Im Zusammenhang mit unseren Überlegungen zur Entwicklung eines Qualitätsmanagement-Systems waren wir auf der Suche nach einem Blick von Außen“, erklärt der Leiter des Hauses. In den Studierenden des Instituts für Wertprozessmanagement, Abteilung Marketing, fand man für dieses Vorhaben kompetente und motivierte Partner. Unter der Projektleitung von Dr. Andrea Hemetsberger und Dr. Robert Schorn arbeiteten die Kursteilnehmer zwei Semester lang intensiv mit dem Haus der Begegnung zusammen.

 

Um die besonderen Prozesse, Kompetenzen und Werte des Bildungshauses zu erfassen, nahmen die Studierenden zunächst sowohl aktiv als auch passiv an Veranstaltungen im Haus der Begegnung teil und suchten das Gespräch mit MitarbeiterInnen. Parallel dazu führten sie zahlreiche Interviews mit bestehenden und potentiellen Kunden, deren Sichtweise schließlich der internen Analyse gegenübergestellt wurde, um so Diskrepanzen aufzuzeigen. Eine wesentliche Herausforderung für die Studierenden bestand darin, für den Auftraggeber verwertbare Ergebnisse zu liefern. „Unsere Leistungen sollten nicht nur im Projektbericht nachzulesen sein. Ziel war es, dass diese vom Haus der Begegnung auch tatsächlich berücksichtigt und in die Tat umgesetzt werden“, erklärt Stephanie Streitner.

 

Erfolg für alle Beteiligte

Ende Juni stellten die Studierenden die Ergebnisse vor. Aufbauend auf der umfangreichen Analyse zu Beginn des Projekts wurden Vorschläge zur strategischen Positionierung der Bildungseinrichtung erarbeitet. Unter anderem soll durch verbesserte Kommunikation der Bekanntheitsgrad des Hauses vor allem bei jüngeren Personen gesteigert werden. „Auf Basis der Ergebnisse, über die alle MitarbeiterInnen ausführlich informiert werden, wird ein Maßnahmenplan ausgearbeitet“, so Dr. Anton Schuierer. „Darüber hinaus soll das von den Studierenden entwickelte Instrument zur Analyse der Kundenzufriedenheit in Zukunft regelmäßig eingesetzt werden.“

 

Den Erfolg des Projekts für alle Beteiligten bestätigt auch Prof. Hans Mühlbacher, Leiter des Marketing-Instituts. „Für die Studierenden ist ein solches Projekt die einmalige Gelegenheit, theoretische Grundlagen unmittelbar auf ihre praktische Relevanz zu prüfen und durch die dabei gemachten Erfahrungen zu verankern“, betont Prof. Mühlbacher. „Die Marketing-Gruppe des Instituts für Wertprozessmanagement hat somit eine weitere Chance nutzen können, ihre Studierenden in optimaler Weise auf ihre spätere praktische Tätigkeit vorzubereiten.“