Alpiner Raum als Forschungsschwerpunkt

Der Forschungsschwerpunkt „Alpiner Raum – Mensch& Umwelt“ hat sich im März konstituiert. Die Interdisziplinarität steht dabei im Vordergrund.
Die Mitglieder des Forschungsschwerpunktes Alpiner Raum - Mensch & Umwelt trafen sich in Obergurgl zur konstituierenden Sitzung.
Bild: Die Mitglieder des Forschungsschwerpunktes Alpiner Raum - Mensch & Umwelt trafen sich in Obergurgl zur konstituierenden Sitzung.

Die Universität Innsbruck ist eine der international führenden Universitäten im Bereich Alpen- und Gebirgsforschung. Fast ein Drittel aller österreichischen Publikationen zu diesem Thema kommt aus Innsbruck. Die Tradition in der Alpenforschung, aber auch die aus den Forschungszentren erwachsene Kompetenz waren der Anlass dafür, dass die Universitätsleitung sich entschied, neben Physik und Biowissenschaften einen Forschungsschwerpunkt „Alpiner Raum – Mensch & Umwelt“ einzurichten.

 

Anfang März fand im Universitätszentrum Obergurgl die konstituierende Sitzung statt. Die LeiterInnen der neun Forschungszentren, die sich jetzt zum Forschungsschwerpunkt zusammenschließen, kamen zusammen, um „als starke SpielerInnen an einem Strang zu ziehen“ wie es Dekan Roland Psenner vom Institut für Ökologie formulierte. Er wurde einstimmig zum Leiter und Sprecher des Forschungsschwerpunktes ernannt, zu seiner Stellvertreterin wurde die Dekanin Hannelore Weck-Hannemann (Institut für Finanzwissenschaft) gewählt.

 

Eine große Chance sehen die Mitglieder des Forschungsschwerpunktes in der Interdisziplinarität. Die neun Forschungszentren aus sieben verschiedenen Fakultäten (Volkswirtschaft und Statistik, Architektur, Biologie, Geo- und Atmosphärenwissenschaften, Politikwissenschaft und Soziologie, Philosophisch-Historische Fakultät, Psychologie und Sportwissenschaft, Bauingenieurwissenschaften) bleiben bestehen und sind die „Arbeitspferde“ des Forschungsschwerpunktes, die Spitzenforschung zu leisten haben. Dort stehen jene Kompetenzen zur Verfügung, die es jetzt in einer Marke „Alpiner Raum“ zu bündeln gilt.

 

Der Forschungsschwerpunkt hat nun die Aufgabe, die einzelnen Disziplinen besser zu vernetzen und für die Sichtbarkeit des Themas zu sorgen. Außerdem übernimmt er die Koordination gemeinsamer Vorhaben im Bereich der Forschung und Lehre. LTSER (Long Term Social-Ecological Research) wäre ein erstes gemeinsames Projekt, in dem es um die Erarbeitung von Kriterien für die Einrichtung eines sozio-ökologischen Langzeit-Monitoring-Zentrums in Tirol geht, das weltweit vernetzt ist. Im Bereich Lehre und Ausbildung wird an der Einrichtung einer Summer School und eines DissertantInnen-Kollegs gearbeitet. Ein Advisory Board und externe Partner sowie Forschungseinrichtung wie das alpS (Zentrum für Naturgefahren und Risikomanagement), die Alpine Forschungsstelle in Obergurgl (AFO), die Europäische Akademie in Bozen und das Akademieinstitut für Gebirgsforschung (IGF) werden den Forschungsschwerpunkt verstärken.

(sp)