Neues Exzellenzzentrum an der Universität Innsbruck

Am Institut für Informatik feierte man gestern das offizielle Kick-Off des im Oktober gestarteten Exzellenzzentrum Quality Engineering Laura Bassi Lab (QE LaB). Im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierten die VertreterInnen der Universität und der Wirtschaftspartner das Zentrum auch den Medien.
v.l.: Klaus Gheri (phion), Susanne Reithofer (FFG), Sanja Boltek (Kapsch), VR Märk, Ruth Breu, Claudius Kaloczy (ITH icoserve) und ein Vertreter der Firma  iteratec
Bild: v.l.: Klaus Gheri (phion), Susanne Reithofer (FFG), Sanja Boltek (Kapsch), VR Märk, Ruth Breu, Claudius Kaloczy (ITH icoserve) und Karsten Voges (iteratec)

QE LaB wird als Laura Bassi Centre of Expertise vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend ausgezeichnet und gefördert. Zusammen mit vier Industriepartnern wird das Zentrum Methoden zur Qualitätssicherung von IT-Systemen der neuen Generation (kooperative Systeme) entwickeln.

 

Quality Engineering Laura Bassi LaB

„Professor Ruth Breu ist es gelungen, in einem sehr kompetitiven Wettbewerb zu reüssieren.  Die Universität Innsbruck ist stolz eines der begehrten Laura Bassi Centres of Expertise in Innsbruck zu haben“, so Prof. Tilmann Märk, Vizerektor für Forschung der Universität Innsbruck, im Rahmen der Pressekonferenz. „Wir stehen derzeit vor einem neuen Technologiesprung, den man durchaus mit  der Einführung des Internets vergleichen könnte“, erklärte Prof. Ruth Breu, die Leiterin des QE LaB, und stellten den anwesenden JournalistInnen die wesentlichen Forschungsbereiche des Exzellenzzentrums vor.

 

Die in einem europaweit einzigartigen Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend in einem aufwändigen Auswahlverfahren ausgewählten Zentren werden über einen Zeitraum von sieben Jahren mit ca. je 3,5 Millionen Euro gefördert, wovon 35% von den Industriepartnern eingebracht werden. Das Programm ist fokussiert auf exzellente Forschung mit anwendungsorientierten Fragestellungen. Daher war eine der Aufgabenstellungen an die Forscherinnen, nationale und internationale Industriepartner für eine Zusammenarbeit im Exzellenzzentrum zu gewinnen.

 

QE LaB wird unter der Leitung von Prof. Dr. Ruth Breu Methoden und Technologien für kooperative IT-Systeme mit hohem Qualitätsanspruch entwickeln. Mit vernetzten Systemen im Gesundheitswesen und Telekommunikationsdiensten werden schwerpunktmäßig Anwendungsbereiche bearbeitet, bei denen die Qualität der IT-Systeme für jeden Bürger und jedes Unternehmen von unmittelbarer Relevanz ist.

 
Kooperation mit der Wirtschaft

Mit den beiden Partnern ITH icoserve technology in healthcare GmbH (e-health Kompetenzzentrum von Siemens Österreich) und  Kapsch CarrierCom AG (ein auf Kommunikationslösungen spezialisiertes Tochterunternehmen der Kapsch Gruppe) werden Anwendungen im Bereich vernetzter Systeme im Gesundheitswesen und Telekommunikationssysteme schwerpunktmäßig bearbeitet werden. Mit den Partnern iteratec GmbH (Software- und Beratungshaus in München mit weiteren Standorten in Wien, Offenbach und Hamburg) und phion AG beteiligen sich außerdem zwei äußerst innovative KMU in den Bereichen IT Management und Security-Lösungen am Exzellenzzentrum.

 

Die Forschungsgruppe Quality Engineering ist mit 30 MitarbeiterInnen die größte Informatik-Forschungsgruppe in Österreich, die von einer Frau geleitet wird. Auch ist der Frauenanteil bei der Forschungsgruppe mit 30% vergleichsweise hoch. Österreichweit beträgt der Anteil an weiblichen Studierenden in Informatik-Studiengängen lediglich 10%. So hat QE LaB es sich auch zur Aufgabe gemacht, mehr Frauen für das Studium der Informatik zu begeistern. Ein weiteres, wichtiges Ziel ist es, ein realitätsnahes Bild der Informatik als einer Disziplin zu vermitteln, in der Teamarbeit, Kommunikation und Wissensarbeit im Vordergrund stehen.

(sr)