Tirol stellt sich den Herausforderungen des Klimawandels

Unter der Federführung der Universität Innsbruck und alpS haben sich 46 wissenschaftliche Partner und 78 Unternehmen zusammengeschlossen, um gemeinsam Anpassungstechnologien für den Klimawandel zu entwickeln. Der Antrag für die Einrichtung eines K2-Kompetenzentrums im Rahmen des COMET-Förderprogramms des Bundes wurde nun eingereicht.
46 wissenschaftliche Partner und 78 Unternehmen wollen gemeinsam Anpassungstechnologien für den Klimawandel  entwickeln [Foto: M.Mazi/pixelio.de]
Bild: 46 wissenschaftliche Partner und 78 Unternehmen wollen gemeinsam Anpassungstechnologien für den Klimawandel entwickeln [Foto: M.Mazi/pixelio.de]

Mit seiner Unterschrift unter den mehr als 1000 Seiten starken Antrag gab der Vizerektor für Forschung der Universität Innsbruck, Prof. Dr. Tilmann Märk, in dieser Woche den Startschuss für das geplante Kompetenzzentrum „Centre for Climate Change Adaptation Technologies“, das im Rahmen des Strukturförderprogramms COMET (Competence Centres for Excellent Technologies) eingerichtet werden soll. „Dieses Projekt ist eine bedeutende wirtschaftliche und wissenschaftliche Initiative für den Forschungsstandort Tirol und fügt sich nahtlos in die vom Landeshauptmann Platter initiierte Technologieoffensive ein“, erklärt Vizerektor Märk.
„Wenn der Antrag bewilligt wird, dann bringt dies in den kommenden zehn Jahren etwa 150 hochqualifizierte Arbeitsplätze und ein Jahresbudget von etwa zehn Millionen Euro nach Tirol“, ergänzt der Koordinator des Projekts, alpS-Geschäftsführer Dr. Eric Veulliet. Er hat mit seinem Team die Länder Tirol, Südtirol, Salzburg, Wien und Vorarlberg sowie 46 wissenschaftliche Partner für das Vorhaben gewonnen. Darüber hinaus sind bereits jetzt 78 Unternehmen mit an Bord.

Wirtschaft und Wissenschaft – international vernetzt


Besonders für die Professoren Dr. Annegret Thieken und Dr. Johann Stötter von der Universität Innsbruck waren die letzten Wochen sehr arbeitsintensiv. Sie haben wesentliche Teile des Projekts konzipiert. Bereits 34 Forschungsvorhaben wurden konkret definiert, wobei die Themen von der Erstellung von Klimaszenarien bis hin zur Entwicklung innovativer Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien reichen.
Tilmann Märk und Eric Veulliet weisen auch auf die internationale und gesellschaftspolitische Bedeutung des Vorhabens hin: „Der Klimawandel und die damit verbundenen Anpassungsnotwendigkeiten bilden einen der ganz großen Fragen- und Problemlösungskomplexe für die Zukunft. Das betrifft die Gesellschaftspolitik ebenso wie die Wirtschaft. Die Wissenschaft ist dazu aufgerufen entsprechende Forschungsansätze zu formulieren, Ideen zu entwickeln und innovative Lösungen anzubieten. Unser geplantes Kompetenzzentrum wird hier einen wesentlichen Beitrag leisten.“

Die Tiroler Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf unterstreicht die wirtschaftspolitische Bedeutung: „Das geplante K2 Zentrum trägt wesentlich dazu bei, den Forschungs- und Wirtschaftsstandort Tirol und Österreich im Zukunftsmarkt der auf Klimaschutz spezialisierten Umwelt- und Energietechnik zu stärken und international sichtbar zu machen“. In den nächsten Jahren und Jahrzehnten ist mit einem stark wachsenden Markt im Bereich der sauberen und nachhaltigen Technologien zu rechnen. Angefangen bei den erneuerbaren Energien bis hin zu Techniken und Strategien zur Bewältigung zunehmender klimabedingter Naturkatastrophen.

Die Entscheidung, ob das neue Kompetenzzentrum genehmigt wird, fällt im Oktober dieses Jahres.

(cf)