Internationale Kooperation zur Krebsforschung

Am Freitag unterzeichneten Vizerektor Univ.-Prof. Dr. Tilmann Märk und Univ.-Prof. Dr. Günther Bonn, Vorstand des Instituts für Analytische Chemie und Radiochemie einen Vertrag mit der International Agency for Research on Cancer. Ziel ist es, die in Innsbruck entwickelten Biomarker künftig stärker in der internationalen Forschung einsetzen zu können.
v.l.: Prof. Bonn, Mag. Pasterk und VR Märk.
Bild: v.l.: Prof. Bonn, Mag. Pasterk und VR Märk.

„Wir schließen pro Jahr nur ein bis maximal zwei Kooperationsabkommen mit solchen Forschungseinrichtungen ab, wo wir glauben, dass eine tiefere Zusammenarbeit für beide Seiten nutzvoll sein könnte“, betonte Mag. Markus Pasterk, Wissenschaftlicher Koordinator der sehr eng mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vernetzten International Agency for Research on Cancer (IARC), vor der Vertragsunterzeichnung. Die Universität Innsbruck und hier insbesondere das Institut für Analytische Chemie und Radiochemie sind ein solcher Partner. Interessiert ist die IARC dabei vor allem an den vom Institut entwickelten Biomarkern. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler rund um Prof. Bonn haben auf diesem Gebiet bereits seit einigen Jahren einen international hervorragenden Ruf.

 

 

Spezielles Innsbrucker Know how gefragt

 

„Am IARC, das sich speziell der Krebsforschung verschrieben hat, haben wir dafür keine spezielle Expertise, daher ist es geschickter mit Experten zusammen zu arbeiten, als das Know how selbst mühsam aufzubauen. Denn so entstehen Synergien und neue Herausforderungen für die Forschung“, erklärt Markus Pasterk die Beweggründe für die Zusammenarbeit. Ähnlich sieht das Institutsvorstand Günther Bonn: „ Für uns ist das natürlich hochinteressant. Zum einen sehen wir, dass wir mit unserer Forschung international gefragt sind. Zum anderen, und das ist noch wesentlich interessanter, besteht so die Möglichkeit, dass man die von uns entwickelten Methoden dadurch international noch viel großflächiger anwenden kann. Wir können es also noch besser in der Praxis validieren und bekommen für unsere weitere Forschung sehr nützliche Ansätze.“

 

 
Interessante Partnerschaft

 

Diese Zusammenarbeit ist aber nicht nur für das Institut für Analytische Chemie und Radiochemie wichtig. Sie unterstützt auch den gesamten Lifescience-Standort Tirol und auch das Kompetenzzentrum Oncotyrol.  Univ.-Prof. Dr. Tilmann Märk, Vizerektor für Forschung sieht aber auch noch weitere Vorteile: „Kooperationen mit internationalen Partner sind wichtig, weil dadurch, dass man sich gegenseitig besser kennenlernt, oft auch weitere Projekte entstehen. Konkret ergeben sich daraus neue Möglichkeiten auch entsprechende Forschungsgelder einzuwerben. Last but not least, sind solche Kooperationen aber auch ein wichtiger Faktor in der Leistungsbilanz einer Universität.“

 

 

Internationale Forschungsstätte
 

Die International Agency for Research on Cancer wurde im Mai 1965 auf Initiative Frankreichs gemeinsam mit Deutschland, Italien, Großbritannien und den USA als spezieller bereich der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gegründet. Der Sitz der Einrichtung ist in Lyon. Die derzeit zirka 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten in erster Linie daran, die Ursachen für Krebserkrankungen zu erforschen und in der Folge geeignete Verfahren zur Vorbeugung und Behandlung dieser Krebserkrankungen zu entwickeln und einzuführen.

(us)