Exzellente Forscherinnen wurden ausgezeichnet

Am 15. Mai wurden an der Universität Innsbruck die Mittel aus dem Programm „excellentia“ vergeben. Vier engagierte Nachwuchswissenschaftlerinnen der Universität Innsbruck wird damit die Überbrückung zwischen zwei Forschungsprojekten ermöglicht.
Ursula Schneider vom Forschungsinstitut Brenner-Archiv ist eine der vier Stipendiatinnen, die von VR Märk ausgezeichnet wurde.
Bild: Ursula Schneider vom Forschungsinstitut Brenner-Archiv ist eine der vier Stipendiatinnen, die von VR Märk ausgezeichnet wurden.

„Der heutige Festakt ist ein Beweis dafür, dass die Universität Innsbruck ihr Versprechen, sich für die Förderung von Frauen einzusetzen, ernst nimmt“, erklärte Prof. Tilmann Märk, Vizerektor für Forschung, im Rahmen seiner Begrüßung.

 

 

Das Anreizprogramm „excellentia“ wurde 2005 auf Anregung des frauenpolitischen Beirates und auf Empfehlung des Rates für Forschung und Technologieentwicklung ins Leben gerufen. Österreichische Universitäten erhalten danach für jede Professur, die mit einer Frau besetzt wird und sowohl die bestehende Anzahl weiblicher Professuren wie auch den Frauenanteil bei ProfessorInnen – im Vergleich zur Vorjahresstatistik – erhöht, einen Betrag von 33.380 Euro. Im Sinne der Autonomie ist es den Universitäten selbst überlassen, wie diese Mittel eingesetzt werden.

 

 

In Absprache mit dem Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen entschloss sich das Rektorat der Uni Innsbruck, die zusätzlichen Mittel aus dem Programm „excellentia“ –  für die Förderung junger Wissenschaftlerinnen einzusetzen.  2006 konnte die Universität den Frauenanteil unter den ProfesorInnen um drei Frauen erhöhen und erhielt somit 101.440 Euro, die zur Förderung junger Wissenschaftlerinnen ausgeschrieben wurden. „Damit setzen wir einen weiteren Schritt, um unserem Ziel – die Erhöhung der Zahl der Wissenschaftlerinnen an unserer Universität – näher zu kommen“, so VR Märk.

 

 

Dr. Daniela Sint, Dr. Dunja Brötz, Dr. Ursula Schneider und Dr. Barbara Kainrath erhalten – zur Überbrückung der Zeit zwischen zwei Forschungsprojekten  - jeweils einen auf fünf Monate befristeten K-1- Vertrag an der Universität Innsbruck.

 

 
Die Stipendiatinnen

 

Daniela Sint vom Institut für Ökologie beschäftigt sich in ihrem Projekt mit Räuber-Beute Beziehungen im Gletschervorfeld. Anhand genetischer Marker will sie der Frage nachgehen, was die räuberischen Tiere, die sich relativ rasch im Gletschervorfeld ansiedeln ((Käfer, Spinnen), fressen.

 

 

In ihrem Projekt „Die russische Moderne im intermedialen Spannungsfeld von Literatur und Film“ will Dunja Brötz vom Institut für Sprachen und Literaturen, Bereich Vergleichende Literaturwissenschaft slawistische Forschung mit komparatistischen Ansätzen verknüpfen. Dabei konzentriert sie sich besonders auf Frauenfiguren bei Puschkin, Tschechow und Dostojewski.

 

 

Ursula Schneider vom Forschungsinstitut Brenner-Archiv will in ihrem Projekt die kürzlich entdeckte Historische Bibliothek des Psychiatrischen Krankenhauses Hall katalogisieren und analysieren und die über 4000 psychiatrischen Fachbücher wie auch Belletristik für die Wissenschaft zugänglich machen.

 

 

Mit der Aufarbeitung der Grabung in Strad (Gemeinde Tarrenz bei Imst) beschäftigt sich Barbara Kainrath vom Institut für Archäologien. Die dortigen Funde bestehen hauptsächlich aus  Gefäßen aus Terra Sigillata, die  aus der Zeit von 130 bis 350 n.Chr. stammen.  Aufgrund der geografischen Lage könnte es sich bei der Fundstätte um eine privat organisierte und geführte Raststätte handeln – eine Siedlungsform, die derzeit archäologisch gesehen nahezu unbekannt ist.

 

Text: Susanne Röck 

 

 

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