Highlight aus Innsbruck

Im kommenden Jahr feiert das New Journal of Physics (NJP) sein zehnjähriges Bestehen. Aus diesem Anlass erscheint eine Sonderausgabe, in der einige der wichtigsten Beiträge aus den letzten zehn Jahren vorgestellt werden. Dafür ausgewählt wurde auch eine Arbeit von Prof. Peter Zoller und Dr. Dieter Jaksch über einen „magnetischen Schmetterling“.
Abbildung des „magnetischen Schmetterlings"
Bild: Abbildung des „magnetischen Schmetterlings"

Das New Journal of Physics (NJP) wurde 1998 von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und dem britischen Institute of Physics als Open Access-Zeitschrift gegründet und erfreut sich beim Fachpublikum großer Beliebtheit. Zum runden Jubiläum wird im kommenden Jahr eine Sonderausgabe der Zeitschrift erscheinen, in der wissenschaftliche Höhepunkte der vergangenen Jahre vorgestellt werden. Der Artikel „Creation of effective magnetic fields in optical lattices: the Hofstadter butterfly for cold neutral atoms“ von Peter Zoller und Dieter Jaksch wurde dafür ausgewählt. In der Arbeit beschreiben die beiden Theoretiker die Möglichkeit, wie ultrakalte, neutrale Atome in einem optischen Gitter mit Lasern so manipuliert werden können, dass dadurch fraktale Energiespektren erzeugt werden, deren Formen den Flügeln von Schmetterlingen gleichen. Peter Zoller ist Professor am Institut für Theoretische Physik der Universität Innsbruck und Wissenschaftlicher Direktor am Institut für Quantenoptik und Quanteninformation. Dieter Jaksch hat bis 2001 in Innsbruck Physik studiert und forscht seit einigen Jahren am Department für Physik der Universität Oxford.

 

Erfolgreicher Start

Das New Journal of Physics erscheint ausschließlich online und ist frei zugänglich. Seit 2001 ist die Anzahl der publizierten Artikel um über 900 Prozent gestiegen, inzwischen greifen Wissenschaftler aus über 180 Ländern auf die Zeitschrift zu. Durchschnittlich wird jede Arbeit innerhalb eines Jahres über 700 Mal gelesen. Im Vorjahr feierte die Zeitschrift ihren millionsten Artikel-Download. Von der renommierten Literaturdatenbank Essential Science Indicators wurde die Zeitschrift als „rising star“ bezeichnet, die unter allen Physik-Zeitschriften den höchsten prozentuellen Zuwachs bei der Zahl an Zitierungen erreichte. Inhaltlich deckt die Zeitschrift ein weites Feld der Physik ab, von Atomphysik und Quantenphysik über Hochenergiephysik bis hin zu Geophysik und Astrophysik.