excellentia - Förderung an der Uni Innsbruck vergeben

Am 25. September wurde an der Universität Innsbruck die Überbrückungsfinanzierung für promovierte Frauen aus den Mitteln des Programms „excellentia“ an fünf Wissenschaftlerinnen vergeben.
Dr. Kordula Schnegg freute sich über die Auszeichnung
Bild: Dr. Kordula Schnegg freute sich über die Auszeichnung

„Ich freue mich sehr, Sie heute zu dieser Verleihung begrüßen zu können, denn dieser Festakt ist ein Beweis dafür, dass die Universität Innsbruck das Versprechen einlöst, etwas für die Förderung von Frauen zu tun“, so Prof. Tilmann Märk, Vizerektor für Forschung der Uni Innsbruck. Unter den Anwesenden befanden sich neben den Preisträgerinnen und ihren Angehörigen auch Vertreterinnen des Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen und des Büros für Gleichstellung und Gender Studies, wie Prof. Brigitta Erschbamer und Dr. Sabine Engel, sowie die Dekane Prof. Christoph Ulf und Prof. Bernd Pelster.

 

Das Anreizprogramm „excellentia“ wurde 2005 auf Anregung des frauenpolitischen Beirates und auf Empfehlung des Rates für Forschung und Technologieentwicklung ins Leben gerufen. Österreichische Universitäten erhalten danach für jede Professur, die mit einer Frau besetzt wird und sowohl die bestehende Anzahl weiblicher Professuren wie auch den Frauenanteil bei ProfessorInnen – im Vergleich zur Vorjahresstatistik – erhöht, einen Betrag von 33.380 Euro. Im Sinne der Autonomie ist es den Universitäten selbst überlassen, wie diese Mittel eingesetzt werden.

 

In Absprache mit dem Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen entschloss sich das Rektorat der Uni Innsbruck, die zusätzlichen Mittel aus dem Programm „excellentia“ – im Jahr 2005 konnte die Universität den Frauenanteil unter den ProfesorInnen um zwei Frauen erhöhen und erhielt somit 67.760 Euro – für die Förderung des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses an der Universität zur Verfügung zu stellen.

 

„Die Förderungsmittel aus dem Programm ´excellentia` sollen jungen Wissenschaftlerinnen unserer Universität die Möglichkeit geben, eine kurzfristige schwierige Situation zu überbrücken“, erklärte VR Märk.

 

Fünf junge Wissenschaftlerinnen der Universität Innsbruck wurden nach einem internationalen Begutachtungsverfahren aus den Einreichungen für die Überbrückungsfinanzierung ausgewählt, und erhalten für einen bestimmten Zeitraum einen befristeten K-1- Vertrag an der Uni. Die Vertragslaufzeit wurde in Abstimmung mit den Anforderungen der Antragstellerinnen festgelegt.

 

Die Preisträgerinnen:


Dr. Sabine M.E. Fick, Lektorin am Institut für Alte Geschichte und Altorientalistik erhält einen auf fünf Monate befristeten Vertrag für ihr Forschungsvorhaben „Die Priesterdynastie von Emesa, ein syrisches Aristokratengeschlecht im Spannungsfeld zwischen heimischen Traditionen und hellenistisch-römischen Vorstellungen.“

 

Dr. Kordula Schnegg vom Institut für Alte Geschichte und Altorientalistik erhält einen einmonatigen Vertrag für ihr Forschungsvorhaben „Eunuchen, Androgyne, transgender people in der Antike“.

 

Dr. Anette Steinsiek vom Forschungsinstitut Brenner-Archiv erhält einen einmonatigen Überbrückungsvertrag für Ihre Forschungen zum Briefwechsel von Christine Lavant.

 

Dr. Bettina Sonntag vom Institut für Ökologie erhält einen auf zwei Monate befristeten Vertag für ihr Forschungsvorhaben „Artbeschreibung eines Ciliaten aus dem Piburger See nach morphologischen und genetischen Merkmalen“.

 

Dr. Codrina Ionita-Schrittwieser vom Institut für Ionenphysik und Angewandte Physik erhält ein fünfmonatigen Vertrag für ihre Forschungen zum Thema „Space charge structures in plasma“, bei denen sie die noch nicht vollständig untersuchten Raumladungsstrukturen im Plasma erforschen will.