Wie nachhaltig ist Südtirol?

In einem mehrjährigen Forschungsprojekt hat ein Forscherteam, an dem die Innsbrucker Professoren Ulrike Tappeiner (Institut für Ökologie) und Gottfried Tappeiner (Institut für Wirtschaftstheorie, -politik und –geschichte) maßgeblich beteiligt waren, ein Nachhaltigkeitsmonitoring für Südtirol entwickelt, das nun online gestellt wurde.
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Bild: Das Projekt wurde in einer Pressekonferenz in Bozen vorgestellt.

Ausreichende Umweltressourcen, stabile soziale Verhältnisse und eine florierende Wirtschaft sind für unsere Lebensqualität aber auch für die künftigen Generationen von entscheidender Bedeutung. Doch woran lässt sich eine nachhaltige Entwicklung messen?

 

Das soeben im Athesia-Verlag erschienene Buch „Nachhaltiges Südtirol?“ präsentiert ein Indikatorenset mit Messwerten zur ökologischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Situation aller Südtiroler Gemeinden. Erarbeitet wurden das Buch und das dazugehörige Internetportal www.sustainability.bz.it in einer Kooperation zwischen der Europäischen Akademie Bozen (EURAC), dem WIFO der Handelskammer Bozen, der Landesagentur für Umwelt der Autonomen Provinz Bozen und der Universität Innsbruck.

 

Insgesamt wurden 74 Indikatoren zu den Bereichen Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft entwickelt, die Nachhaltigkeit messbar machen und angeben, wie es um die nachhaltige Entwicklung jeder einzelnen Südtiroler Gemeinde bestellt ist. Das Indikatorenset ist an die speziellen Anforderungen einer Bergregion angepasst, eignet sich aber auch für den nationalen und internationalen Vergleich.

 

Das Internetportal stellt die Daten mit weiteren interaktiven Auswertungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die Daten auf der Internetseite werden stets ergänzt, so kann die Gemeindesituation fortlaufend beobachtet werden. Ziel ist es aber auch, die Öffentlichkeit zu informieren, was Nachhaltigkeit bedeutet und in welchen Bereichen das Handeln  jedes Einzelnen zur nachhaltigen Entwicklung beitragen kann.

 

Das Projekt ist in die beiden Forschungsschwerpunkte „Ökologie des Alpinen Raumes“ und „Alpiner Raum - Globaler Wandel und regionale Wettbewerbsfähigkeit“ der Universität Innsbruck integriert.