Forschung auf höchstem Niveau

Die Universität Innsbruck hat am 30. August Stipendien der Nachwuchsförderung an 19 DoktorandInnen vergeben. Mit den Stipendien soll Spitzenleistung in der Forschung der Universität gefördert werden. Von den 19 Stipendiaten sind 12 Frauen.
VR Märk und Simone Telser
Bild: VR Märk und Simone Telser

Menschen zu treffen, die die Forschung der Universität Innsbruck voran bringen, freue ihn immer besonders, betonte Vizerektor Tilmann Märk in seiner Ansprache zur Vergabe der Stipendien. Ende August stand nun die Vergabe der dritten Tranche der Doktoratsstipendien aus der Nachwuchsförderung der Universität Innsbruck an, für die 22 Anträge eingereicht wurden. „Mit der Förderung soll dem wissenschaftlichen Nachwuchs Forschung unter idealen Vorraussetzungen ermöglicht werden“, so Märk. „Wir wollen Spitzenleistung an der Universität fördern. Die Basis dafür ist aber Spitzenleistung in der Forschung. Mit der Vergabe der Stipendien, die ausschließlich nach Qualitätskriterien erfolgte,  zeigte er sich optimistisch, dass auch in Zukunft eine exzellente Forschung an der Universität Innsbruck stattfinden wird. Insgesamt werden in dieser dritten Tranche der Nachwuchsförderung 2007  19 Stipendien in Höhe von 140.000 Euro vergeben. Besonders erfreut zeigte sich Märk, dass aus allen Fakultäten entsprechend hochwertige Anträge kamen, sodass es wiederum zu einer gleichmäßigen Verteilung der Stipendien quer über alle Fakultäten kam.

 

Konsequenzen der Islamisierung

Diese Ausgewogenheit zwischen den Fakultäten wurde bei der Präsentation der einzelnen Projekte deutlich. Mit dem Thema „Halbmond über Russland: Die Renaissance des Islam in der Post-Sowjet-Ära“ reichte Marcel Pflug aus der Fakultät für Politikwissenschaft und Soziologie seinen Antrag für diese Tranche ein. Ein hoch aktuelles Thema, wie Märk anmerkte. Hierbei will Pflug Berührungspunkte zwischen dem russischen Reich und dem Islam untersuchen. Besonders interessieren ihn dabei innerpolitische, gesellschaftliche und soziale Probleme. Aber auch eine außenpolitische Komponente hat sein Thema, denn Pflug will auch die Konsequenzen einer weitergehenden Islamisierung erforschen, besonders im Hinblick auf die Beziehungen zwischen Russland und der EU.

 

Marshall und der Tourismus in Tirol

Aus der Philosophisch-Historischen Fakultät kam der Antrag von Simone Telser, die ihre Dissertation mit dem Thema „Der Marshall-Plan und die österreichische Fremdenverkehrswirtschaft nach 1945“ einreichte. Die zentrale Frage ihrer Arbeit wird die Rolle der amerikanischen Wiederaufbauhilfe für den Tourismus sein. Hierfür will sie nicht bearbeitetes Quellenmaterial verwenden. Regional legte Telser den Schwerpunkt auf Tirol.

 

Insgesamt waren 14 Stipendiaten bei der Vergabe anwesend. In sechs Monaten müssen alle Stipendiaten einen Bericht über ihre Forschungsfortschritte verfassen, um die Förderung für die weiteren sechs Monate zu erhalten. In Ausnahmefällen kann eine Förderung über die zwölf Monate hinaus beantragt werden, wenn ein hervorragender Dissertationsfortschritt nachgewiesen werden kann. „In meinem Fachgebiet wären das in etwa ein bis zwei Publikationen, Vorträge oder Poster auf Tagungen“, erklärte Märk die Anforderungen.