Wissen sinnvoll nutzen

Die Forschungsarbeit von Kerstin Fink, Professorin am Institut für Wirtschaftsinformatik, Produktionswirtschaft und Logistik wurde kürzlich in der Juni-Ausgabe des Telekom Zukunftsmagazins .copy vorgestellt.
Prof. Kerstin Fink
Bild: Prof. Kerstin Fink [Foto: Michael Kammeter]

Kerstin Fink beschäftigt sich mit  Wissensmanagement. Die Frage wie Unternehmen - insbesondere Klein- und mittelständische Betriebe (KMU), das Wissen ihrer Mitarbeiter sinnvoll einsetzen können, ist ein Forschungsschwerpunkt der Professorin. „In den letzten Jahren gewinnt neben der Geschäftsprozessmodellierung die Modellierung von wissensintensiven Geschäftsprozessen zunehmend an Bedeutung. Insbesondere klein- und mittelständische Unternehmen müssen sich auf die wesentlichen Wissensprozesse konzentrieren, um zukünftig wettbewerbsfähig zu bleiben“, erklärt Kerstin Fink.

 

Um den vier Wissensprozessen in KMU - Wissenschaffung, Wissensverwaltung, Wissensspeicherung und Wissensentsorgung – geeignete und kostengünstige Sofwareprodukte zur Realisierung von Wissensmanagement zuzuordnen, wurde im Rahmen des Forschungsprojektes eine Stichprobe von 500 KMU untersucht.

 

Anhand der Ergebnisse der Untersuchung, empfiehlt Fink KMU, sich nicht nur auf einzelne Wissensprozesse zu konzentrieren und dort IT-Lösungen zu implementieren, sondern zu versuchen alle vier Wissensprozesse einheitlich mittels IT-Lösungen zu unterstützen. Dadurch ergeben sich Vorteile wie verkürzte Suche nach unternehmerischem Know-How, geringe Kosten und Wartungsvorgänge und die Akzeptanz der Benutzer. „Wenn alle Mitarbeiter motiviert sind, das unternehmerische Wissen zu dokumentieren und ständig neues Wissen zu generieren, wird sich die Innovationsfähigkeit und damit auch die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen“, so Fink.

 

Darüber hinaus beschäftigt sie sich mit der Wissensmessung und der Geschäftsprozessmodellierung, wobei wissensintensive Abläufe in Unternehmen identifiziert, analysiert und beschrieben werden.

 

 Zur Person:

Kerstin Fink studierte Wirtschaftswissenschaften an den Universitäten Saarland und Innsbruck und habilitierte sich 2002 im Fach Wirtschaftsinformatik an der Uni Innsbruck. Seit Mai 2005 leitet sie das Institut für Wirtschaftsinformatik, Produktionswirtschaft und Logistik in Innsbruck. Für Ihre Forschungsarbeiten wurde KErsint Fink mit dem Otto-Beisheim-Preis, dem Preis der Landeshauptstadt Innsbruck und dem Wirtschaftspreis der Tiroler Wirtschaftskammer ausgezeichnet.

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