Software-Tool soll Entwässerungssysteme optimieren

Der Arbeitsbereich Umwelttechnik am Institut für Infrastruktur erhielt für die Entwicklung des Software-Tools VIBe (Virtual Infrastructure Benchmarking) eine 50.000 Euro hohe Förderung von transIT.
Symbolbild [Quelle: GoogleEarth]
Bild: Symbolbild [Quelle: GoogleEarth]

„Wir wollen das vorhandene Wissen im Bereich hydrologischer Modelle am Arbeitsbereich Umwelttechnik für urbane Bereiche gezielt dazu nutzen, um ein Softwaretool als Basis für Benchmarking-Prozesse urbaner Infrastruktureinrichtungen zu erstellen“, erklärt Prof. Wolfgang Rauch, Leiter des Arbeitsbereiches Umwelttechnik.

 

Das Projektziel von VIBe ist die Entwicklung eines Softwaretools zur künstlichen Erschaffung urbaner Infrastruktureinrichtungen, zu denen insbesondere Verkehrswege, Wasserversorgungs- und Entwässerungssysteme zählen. In einem ersten Schritt beschränkt sich das Projekt auf die automatische Erstellung von Entwässerungssystemen, d.h. kommunale Kanalisationen.

 

Die Regeln für die Erschaffung der künstlichen Infrastruktureinrichtungen basieren auf den allgemein anerkannten Regeln der Technik. Dazu sind vorab bestimmte Randbedingungen durch den Nutzer des Softwaretools festzulegen, die eine Realitätsnähe der generierten Kommune samt Infrastruktureinrichtungen sicherstellen sollen.

 

Die von dem Softwaretool generierten komplexen, urbanen Strukturen sind hervorragend für Benchmarking-Prozesse geeignet. Bislang lässt sich die Leistungsfähigkeit einzelner Bauwerke bzw. Maßnahmen in der Siedlungswasserwirtschaft nur durch Fallstudien ermitteln, so dass die Daten nur bedingt auf andere Randbedingungen übertragbar sind.

 

Mit dem Softwaretool VIBe lassen sich in kurzer Zeit zahlreiche unterschiedliche virtuelle Fallstudien erstellen, weshalb man die zu bewertenden Bauwerke bzw. Maßnahmen für die unterschiedlichsten Situationen hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit untersuchen kann. Für die Entwässerungssysteme lässt sich so beispielsweise die optimale Anordnung von Entlastungsbauwerken oder der Einfluss dezentraler Versickerungsanlagen auf den Wirkungsgrad des Gesamtsystems untersuchen und identifizieren.

 

„Das Programm VIBe stellt eine vollständige Novität auf diesem Gebiet dar und hat daher hohe Marktchancen. Aus diesem Grund ist es uns gelungen die Softwarefirma Hydro-IT GmbH als Kooperationspartner für das Projekt zu gewinnen“, freut sich Rauch.

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