Uni Innsbruck erhält 2.8 Millionen Euro aus dem FWF

Das Kuratorium des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) hat Ende Juni zwölf Projekte der Universität Innsbruck bewilligt. Damit fließen 2.8 Millionen Euro aus dem FWF in Forschungsvorhaben an der Tiroler Alma Mater. – Gleich vier Wissenschaftlerinnen profitieren von speziellen Frauenförderungsprogrammen.
Symbolbild Forschung [Foto: gettyimages]
Bild: Symbolbild [Foto: gettyimages.com]

Der FWF ist Österreichs zentrale Einrichtung zur Förderung der Grundlagenforschung. Im Rahmen des Schwerpunktes „Karriereentwicklung für Wissenschafterinnen“ unterstützt der FWF hervorragend qualifizierte Forscherinnen, die eine Universitätslaufbahn anstreben. Vier der insgesamt zwölf vom FWF bewilligten Projekte der Universität Innsbruck werden von den beiden Frauenförderungsprogrammen – Elisa-Richter-Programm und Hertha-Firnberg-Programmen – getragen.

Speziell hervorzuheben ist hier, dass gleich zwei der vier geförderten Projekte an Forscherinnen der Rechtswissenschaftlichen Fakultät gingen.

 

Elise-Richter-Programm für angehende Professorinnen

Dr. Lamiss Khakzadeh vom Institut für Öffentliches Recht, Staats- und Verwaltungslehre und Dr. Kathrin Breuker vom Institut für Organische Chemie erhalten für Ihre Forschungsvorhaben Geldmittel aus dem Elise-Richter-Programm, das sich an Forscherinnen wendet, die bereits Postdoc-Erfahrungen mitbringen und eine Habilitation oder gleichwertige Qualifizierung ansteuern. „Die Unterstützung durch den FWF ermöglicht es mir, mich konzentriert mit meinem Forschungsvorhaben zu beschäftigen und meine Habilitationsschrift zu verfassen“, freut sich Dr. Lamiss Khakzadeh, die sich in ihrem Projekt mit der Judikatur des OGH zu den Grundrechten beschäftigt und u.a. die Notwendigkeiten und Ansätze für eine Reform des Rechtsschutzsystems erörtern will. – Ein umfangreiches Vorhaben, für das sie die Mittel aus dem FWF bestens brauchen kann.

 

Hertha-Firnberg-Programm für Jungwissenschaftlerinnen

Über Unterstützung ihrer Projekte aus dem Hertha-Firnberg-Programm können sich Dr. Claudia Höbartner vom Institut für Organische Chemie und Dr. Dagmar Hinghofer-Szalkay vom Institut für Zivilrecht freuen. – Das Hertha-Firnbergprogramm richtet sich Universitätsabsolventinnen mit abgeschlossenem Doktorat, die bereits auf erste internationale wissenschaftliche Publikationstätigkeit verweisen können.

 

Auch in den  vergangenen Ausschreibungen haben zahlreiche exzellente Forscherinnen der Universität Innsbruck Anträge an den FWF gestellt und auch Förderungen erhalten. Im Schnitt reichen etwa zehn Wissenschaftlerinnen bei diesen beiden Ausschreibungen ein, wovon knapp die Hälfte einen Zuschlag erhält.

 

„Schon das Ausformulieren eines wissenschaftlichen Antrags und die damit verbundene selbständige Abwicklung eines Förderansuchens bringt den ForscherInnen einen enormen Innovationsschub und sollte daher in jedem Fall durchgeführt werden“ meint dazu Sara Matt-Leubner vom projekt.service.büro, die für die Unterstützung bei Anträgen zu den FWF-Frauenförderungsprogrammen zuständig ist und sich selbst mit Unterstützung eines Hertha Firnberg Projektes und anschließendem Charlotte Bühler Stipendium (Vorläufer des Elise Richter Stipendiums) im Fach Experimentalphysik habilitiert hat.