Land Südtirol erhöht Forschungsförderung für Uni Innsbruck

Das neue Südtiroler Landesgesetz für Forschung und Innovation war ein zentrales Thema beim 32. Treffen des Südtirol-Kontaktkomitees: In Zukunft wird die Universität Innsbruck vom Land Südtirol mehr Geld für Forschungsprojekte bekommen. Der für Universitäten, Bildungsförderung und Forschung zuständige Landesrat Dr. Otto Saurer stellte VertreterInnen der Alma Mater das Gesetz vor.
V.l.n.r.: Rektor Manfried Gantner, Vizerektorin Margret Friedrich, LR Otto Saurer, Vizerektor Märk, Vizerektor Wieser.
Bild: V.l.n.r.: Rektor Manfried Gantner, Vizerektorin Margret Friedrich, LR Otto Saurer, Vizerektor Märk, Vizerektor Wieser.
Südtiroler Landesbudget für Forschung soll von 0,3% auf 3% gesteigert werden

 

Der Höhepunkt des diesjährigen Treffens von Vertretern der Südtiroler und Tiroler Landesregierung mit Vertretern des Universitätsrats sowie des Rektorats war die Vorstellung des neuen Landesgesetzes für Forschung und Innovation durch den zuständigen Landesrat Dr. Otto Saurer. Dieses Gesetz sieht vor, dass von Seiten des Landes Südtirols in Zukunft Geldmittel für Grundlagenforschung, angewandte Forschung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses bereitgestellt werden. Dafür werden ein Rat für Forschung und Innovation und ein Technischer Beirat eingerichtet, der über die Vergabe der Geldmittel für die eingereichten Forschungsprojekte entscheidet. Rektor Manfried Gantner wünscht sich, dass die Universität Innsbruck in beiden Gremien vertreten ist.

 

Das Inkrafttreten des Forschungsgesetzes ist vor dem Hintergrund zu sehen, dass die Südtiroler Landesverwaltung im Jahre 2005 begonnen hat,   Forschungsprojekte in speziellen Bereichen der Universität Innsbruck zu fördern. Für diese Projekte wurden im Jahr 2006  rund  220.000 Euro zur Verfügung gestellt. Insgesamt laufen momentan mehr als 30 Forschungsprojekte zwischen der Universität Innsbruck und verschiedenen Südtiroler Einrichtungen wie z.B. der Europäischen Akademie, dem Land- und Forstwirtschaftlichen Versuchszentrum Laimburg und der Freien Universität Bozen.

 

Südtiroler Studierende an der Uni Innsbruck

 

Im laufenden Studienjahr studieren 3.218 SüdtirolerInnen an der Universität Innsbruck. Zu den beliebtesten Studienrichtungen zählten in den letzten fünf Jahren die Betriebswirtschaft (427), die Pädagogik (426) und das Integrierte Diplomstudium der Rechtswissenschaften (372). Weitere Top-Ten-Studien unter den SüdtirolerInnen sind Psychologie (328), Architektur (316) und Internationale Wirtschaftswissenschaften (298). Obwohl die Zahl der StudienanfängerInnen im letzten Wintersemester leicht rückläufig war, stieg die Zahl der AbsolventInnen in den letzten fünf Jahren auf erfreuliche 449 Personen   im Studienjahr 2005/06 an.

 

Studientitelanerkennung zwischen Österreich und Italien

 

Ein Dauerthema bei den Treffen des Kontaktkomitees ist die Anerkennung der österreichischen Studientitel in Italien. Die im Rahmen des Bologna-Prozesses erfolgte Umstellung der vierjährigen Diplomstudien auf das 3-jährige Bachelorstudium und das zweijährige Masterstudium macht es notwendig, alle österreichischen Studienrichtungen neu zu verhandeln, um eine Gleichstellung mit den italienischen Classi delle lauree universitarie und Classi delle lauree specialistiche zu erreichen. Bisher konnten die Verhandlungen für 48 Bakkalaureatsstudien abgeschlossen werden.

 

Das nächste Treffen des Kontaktkomitees ist für Herbst 2007 in Bozen geplant.