Wissenschaftskommunikation im Fokus der Frauen- und Geschlechterforschung

Am 18. Dezember fand der fünfte Workshop des Forschungsschwerpunkts „Geschlechterforschung: Identitäten – Diskurse – Transformationen“ statt. Dieses Mal trafen sich die ForscherInnen in den Räumen des Brenner-Archivs, diskutiert wurde über das Thema Wissenschaftskommunikation.
Die Forscherinnen diskutierten zum Thema Wissenschaftskommunikation
Bild: Die Forscherinnen diskutierten zum Thema Wissenschaftskommunikation

Die Frauen- und Geschlechterforschung versteht sich gemäß ihren Traditionen als kritische Forschung mit starkem Bezug zu aktuellen oder auch historischen gesellschaftlichen Verhältnissen und zu gesellschaftlichen AkteurInnen. Eine verstärkte Verbindung zwischen Wissenschaft und Gesellschaft wird zwar generell – auch im Zusammenhang mit der so genannte „Wissensgesellschaft“ – immer wieder gefordert, trotzdem scheint die Kommunikation oft wenig durchlässig.

 

Obwohl Geschlechterdifferenzen heute wieder verschärft zu Tage treten, scheint die gesellschaftliche Diskussion darüber abzunehmen. Geschlecht als Analyse-Kategorie ist in Wissenschaft, Gesellschaft und Politik wieder umstrittener bzw. wird durch einen oberflächlich verstandenen „Gender-Begriff“ ersetzt, der hierarchische Verhältnisse verschleiert. Im Zuge dessen wird etwa Ungleichheit und Diskriminierung durch Begriffe wie „Verschiedenheit“ ersetzt.

 

Sich diesen Herausforderungen stellend, diskutierten die WissenschafterInnen des Forschungsschwerpunkts Geschlechterforschung in dem Wokshop „Wissenschaftskommunikation“ Bedingungen und Ansatzpunkte um dem entgegenzuwirken. Entstanden ist eine Reihe von Ideen, die im Laufe des kommenden Jahres verwirklicht werden: Sie reichen von der Präsentation feministischer / frauenspezifischer Diplomarbeiten über Ausstellungen, Diskussionsveranstaltungen, bis hin zu Austauschforen im Internet.