Jubiläumsfonds fördert fünf Forschungsprojekte der LFU

Der Generalrat der Österreichischen Nationalbank hat Ende Juni 2006 die Finanzierung von 102 Forschungsprojekten mit 5,92 Millionen Euro aus Mitteln des Jubiläumsfonds zur Förderung der Forschungs- und Lehraufgaben der Wissenschaft genehmigt. Es wurden fünf Projekte der LFU Innsbruck ausgewählt.
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Bild: Logo der Österreichischen Nationalbank

Insgesamt wurden 256 Projekte zur Bewertung eingereicht, 154 Anträge wurden abgelehnt. Aus den Wirtschaftswissenschaften werden 17 Projekte mit 1,04 Millionen Euro unterstützt. 2,85 Millionen Euro entfallen auf 50 Projekte aus dem Bereich der Sozialwissenschaften und die Geisteswissenschaften werden mit 0,75 Millionen Euro für 14 Projekte gefördert. Für die Medizinischen Wissenschaften werden 1,28 Millionen Euro für 21 Projekte zur Verfügung gestellt.

Seit seiner Gründung hat der Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank (OeNB) bis einschließlich 2005 für fast 8.500 Forschungs­projekte 668 Mio. Euro sowohl der Grundlagenforschung als auch der angewandten Forschung zur Verfügung gestellt. Fünf der diesjährigen geförderten Projekte stammen von der LFU Innsbruck.

 

Geförderte Projekte der LFU Innsbruck
  • Institut für Architekturtheorie und Baugeschichte: „Antoni Gaudis unvollendete Kirche in der Colonia Güell“ (Univ.-Prof. Dr. Rainer GRAEFE)
  • Institut für Banken und Finanzen: „Lebenszyklusorientierte Vermögensplanung mit stochastischer linearer Optimierung“ (Univ.-Prof. Dr. Michael HANKE)
  • Institut für Psychologie: „Ressourcen, Anforderungen und Stressoren bei Arbeitstätigkeiten im Handel - Strategien zur alternsgerechten Arbeits- und Organisationsgestaltung und Work Life Balance“ (Univ.-Prof. Dr. Anna N. IWANOWA)
  • Institut für Strategisches Management, Marketing und Tourismus: „Evaluation der Verwaltungsmodernisierung in Österreich am Beispiel des Pilotprojekts Flexibilisierungsklausel“ (Univ.-Prof. Dr. Kurt PROMBERGER)
  • Institut für Strategisches Management, Marketing und Tourismus: „Möglichkeiten und Gefahren nicht bewusster Beeinflussung von Konsumenten“ (Univ.-Prof. Dr. Hans MÜHLBACHER)

 

Vielfältige Forschungsfinanzierung seit 40 Jahren

Die OeNB hat im Jahre 1966 aus Anlass ihres 150-jährigen Bestand­jubiläums den „Jubiläumsfonds für die Förderung von Forschungs- und Lehraufgaben der Wissen­schaft“ gegründet. Der so errichtete Jubiläumsfonds schüttete im ersten Jahr Förderungsmittel in der Höhe von ca. 0,7 Mio. Euro aus. Bis 2003 stieg dieser Betrag auf etwa das Hundertfache an. Seit 2004 trägt der Jubiläumsfonds nun jährlich 75 Mio. Euro zur Dotierung der neu eingerichteten Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung bei. "Der Jubiläumsfonds der OeNB hat sich damit als stabiler und unverzichtbarere Pfeiler der Forschungsförderung in Österreich etabliert und er wird dies auch in Zukunft bleiben", erklärt Nationalbank-Gouverneur Dr. Klaus Liebscher anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Fonds.

Im Rahmen des Jubiläumsfonds werden schwerpunktmäßig wissenschaftliche Arbeiten mit hoher Qualität aus dem Bereich Wirtschaftswissenschaften sowie Forschungsvorhaben aus den Medizinischen Wissenschaften gefördert. Daneben werden aber auch Projekte aus den Sozial- und Geisteswissenschaften unterstützt.

Beim Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank können nur geplante und nicht bereits begonnene Forschungsprojekte eingereicht werden. Der Projektbeginn kann demnach frühestens mit Jänner 2007 angesetzt werden. Die Laufzeit beträgt höchstens vier Jahre. Die nächste Vergabesitzung findet im Dezember 2006 statt. Einreichungsschluss ist der 18. Juli 2006. Die Antragssumme hierfür ist mit EUR 110.000,– begrenzt.