Quanten-Nachwuchs in der Sommerschule

Am Sonntag beginnt die 20. Internationale Konferenz für Atomphysik in Innsbruck. Als Vorbereitung für NachwuchswissenschaftlerInnen findet diese Woche eine Sommerschule statt. Vertreter der Quantenphysik referieren dabei zu aktuellen Themen und diskutieren mit den JungforscherInnen. Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung ist ein Festvortrag von Physik-Nobelpreisträger Roy Glauber.
Quanten-Nachwuchs in der Sommerschule
Bild: Quanten-Nachwuchs in der Sommerschule

Im Vorfeld der internationalen Atomphysik-Konferenz findet in Innsbruck eine einwöchige Sommerschule für junge WissenschaftlerInnen statt. Die Liste der Lehrenden ist hochkarätig und wird angeführt von Nobelpreisträger Wolfgang Ketterle vom MIT in Boston und dem früheren Innsbrucker Theoretiker, Ignacio Cirac, der jetzt als Direktor am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching arbeitet. Weitere Vortragende sind Jean Dalibard, Hans Peter Helm, Paul Julienne und Jeff Kimble. Abgeschlossen wird die Veranstaltung am Freitagnachmittag mit einem Festvortrag von Roy Glauber, der im letzten Jahr für seinen Beitrag zur quantenmechanischen Theorie der optischen Kohärenz mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde.

 

Teilnehmer aus aller Welt

Über 100 JungforscherInnen aus aller Welt nehmen an dem Workshop teil. Unter ihnen sind auch zahlreiche Innsbrucker NachwuchswissenschaftlerInnen aus den Arbeitsgruppen von Rainer Blatt, Hans J. Briegel, Rudolf Grimm und Peter Zoller. Veranstaltet wird der Workshop von den Innsbrucker Quantenphysikern gemeinsam mit dem Center for Ultracold Atoms der Harvard University. Für die lokale Organisation zeichnen Johannes Hecker Denschlag, Hanns-Christoph Nägerl und Helmut Ritsch von den Instituten für Experimentalphysik und Theoretische Physik verantwortlich.

 

„Ein Fest der Physik“

Am Sonntag folgt dann die Eröffnung der 20. Internationalen Konferenz für Atomphysik, die über 800 Physiker nach Innsbruck bringen wird. „Für uns ist es eine große Auszeichnung, dieses 'Fest der Physik' hier in Innsbruck austragen zu dürfen“, freut sich Rainer Blatt, der gemeinsam mit Peter Zoller und Rudolf Grimm für die Organisation der Konferenz verantwortlich ist. „Österreich hat sich im letzten Jahrzehnt im Bereich der Quantenphysik weltweit einen Namen gemacht. Mit einem Spezialforschungsbereich des FWF, dem Institut der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und den Bemühungen der österreichischen Universitäten ist es gelungen, eine kritische Masse für international erfolgreiche Forschung zu schaffen.“ Dieses exzellente Umfeld ist der Garant dafür, dass der wissenschaftliche Nachwuchs hier erfolgreich gedeihen kann.