Spitzenforscher und Nobelpreisträger auf 1940 Metern

Im Universitätszentrum Obergurgl wurde am Sonntag die erste Forschungskonferenz der European Science Foundation (ESF) zum Thema „Biomolecules“ im Beisein prominenter Ehrengäste eröffnet. Das Universitätszentrum ist damit der einzige offizielle Tagungsort der ESF in Österreich.
v.l. Bgm. von Sölden Ernst Schöpf, Rektor Manfried Gantner (LFU), Bertil Andersson (Vorstandsvorsitzender ESF), Robert Huber (Nobelpreisträger Chemie 1988), Landesrat Dr. Erwin Koler und Forschungsvizerektor Tilmann Märk (LFU).
Bild: v.l. Bgm. von Sölden Ernst Schöpf, Rektor Manfried Gantner (LFU), Bertil Andersson (Vorstandsvorsitzender ESF), Robert Huber (Nobelpreisträger Chemie 1988), Landesrat Dr. Erwin Koler und Forschungsvizerektor Tilmann Märk (LFU).

Der ESF fördert ausgezeichnete Forschungsinitiativen in Europa. In der neuen Konferenzstrategie (ESF Conferences) will der ESF weltweit führende WissenschaflerInnen und NachwuchsforscherInnen verschiedener Disziplinen zusammenbringen, um einen fruchtbaren Gedankenaustausch zu initiieren und den Forschungsraum Europa zu stärken. ESF Research Conferences werden in enger Zusammenarbeit mit lokalen Forschungsförderungseinrichtungen geplant, in Österreich mit dem Fond zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) und der Leopold Franzens Universität Innsbruck, und an einem von der ESF ausgewählten Tagungsort durchgeführt. Das Universitätszentrum Obergurgl konnte sich - gegen zahlreiche Mitbewerber - als einziger offizieller Tagungsort der ESF in Österreich durchsetzen und ist einer von 10 Tagungsorten in Europa.

 

An der ersten Tagung zum Thema „Biomolecules“ nahmen neben den rund 100 SpitzenforscherInnen aus dem Bereich Biophysik/Biochemie auch zahlreiche prominente Ehrengäste teil wie Rektor Manfried Gantner, Vizerektor für Forschung, Tilmann Märk, der Landesrat für Bildung, Kultur und Erziehung des Landes Tirol, Erwin Koler, der Bürgermeister von Sölden, Ernst Schöpf, der Vorstandsvorsitzende der ESF, Bertil Andersson, sowie, last but not least, der Chemie Nobelpreisträger von 1988, Robert Huber.

 

Rektor Manfried Gantner dankte sowohl dem ESF für die Initiative der ESF Research Conferences, die es der Universität noch besser ermöglicht ihre Vision vom „Highest Class Conference Center“ zu verwirklichen, als auch Bürgermeister Ernst Schöpf für die langjährige Unterstützung des Universitätszentrums Obergurgl. Gemeinsam ist es gelungen, innerhalb weniger Jahre unter der Führung von Vizerektor Märk aus dem ehemaligen Bundessportheim ein international ausgewiesenes Konferenzzentrum zu entwickeln. Dieses Konferenzzentrum hat einen unschätzbaren Wert, Vizerektor Märk sprach von einem Juwel, für die Universität und das Land, da pro Jahr bei den mehr als 60 High Level Tagungen hunderte ausgewiesene Experten nach Obergurgl kommen und so die Entwicklung des Landes Tirol von einem Sport- und Kulturland hin zu einem Wissenschaftsstandort wesentlich beschleunigt wird. Ganz in diesem Sinne waren auch die Worte von Landesrat Erwin Koler, der betonte, dass er neben der Forschungsförderung, wie sie das Land durch die Einrichtung der Tiroler Zukunftsstiftung und dem Tiroler Wissenschaftsfond bereits ausübt, auch die Veranstaltung solcher Konferenzen gerne unterstützen möchte. Er könne sich gut vorstellen, dass gerade ein so speziell gelegenes Konferenzzentrum eine ideale Umgebung sowohl für einen regen Wissensaustausch als auch für das Initiieren von Zusammenarbeiten und Knüpfen von Freundschaften sein müsste.

 

Ebenfalls von der Traumlage des neuen ESF Tagungsortes schwer beeindruckt zeigte sich der Vorstandsvorsitzende der ESF, Bertil Andersson. Er war begeistert von der Lage des Universitätszentrums und sprach davon, dass man hier wortwörtlich „Top Science on a Top Level“ vorfindet.

 

Im Anschluss an die Eröffnungsworte präsentierte der Chemie Nobelpreisträger von 1988, Robert Huber, neueste Erkenntnisse auf dem Gebiet der Biophysik. Neben der Darstellung der Fakten betonte Huber auch immer wieder die Wichtigkeit des Zusammentreffens von WissenschafterInnen verschiedener Disziplinen für das Entwickeln neuer Modell und Konzepte. Gerade an den Schnittstellen, wie zum Beispiel zwischen Biologie, Chemie und Physik kann noch viel Neues entdeckt werden, und daher sollte man diese Fachbereiche oft zusammenbringen, um gemeinsam zu forschen. So lobte auch Nobelpreisträger Huber den ESF für seine Initiative, die Serie der neuen ESR Research Conferences mit der hochaktuellen Thematik Physik, Biophysik und Umweltwissenschaft zu eröffnen.