Europäischer Brandschutzkongress

Die aktuellsten europäischen Entwicklungen auf dem Gebiet des Brandschutz- engineering (Fire Saftey Engineering – FSE) war Gegenstand einer der hervorragendsten Konferenzen auf diesem Gebiet in Europa, die am 25. April 2006 an der Baufakultät der LFU Innsbruck stattfand.
Forschungs- und Entwicklungsresultate auf dem Gebiete des Brandverhaltens von Holzkonstruktionen wurden diskutiert.
Bild: Forschungs- und Entwicklungsresultate auf dem Gebiete des Brandverhaltens von Holzkonstruktionen wurden diskutiert.

Die führenden ExpertInnen aus 10 Europäischen Ländern, nämlich Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Italien, Niederlande, Schweden, Schweiz, Großbritannien und Österreich hielten hervorragende Referate.

 

Der Kongress richtete sich an Behörden, Bauingenieure und Architekten, Bauunternehmer, Hochschulen und Universitäten, Normungsinstitute, Wirtschaftskammern, Brandschutzexperten aber auch Studierende. Spezielle Themen widmeten sich auch den letzten Forschungs- und Entwicklungsresultaten auf dem Gebiete des Brandverhaltens von Holzkonstruktionen. Das geschah unter dem Aspekt neuer Europäischer Richtlinien, welche derzeit nach und nach in die Gesetze der Mitgliedsländer der Europäischen Gemeinschaft einfließen und zur Realität werden. Ein Segment innerhalb des gesamten Baugeschehens bildet hierbei der Holzbau, für dessen Planer und Konstrukteure es eine besondere Herausforderung ist, die Möglichkeiten dieser neuen Betrachtungsweisen zu nützen, um einen höheren Marktanteil zu gewinnen. Dabei spielt das Brandverhalten der Bauobjekte eine wesentliche Rolle. Darüber hinaus wird den Nutzern eine höhere Lebensqualität mit Holz geboten.

 

Der Kongress wurde hauptsächlich vom Fachverband der Holzindustrie und Pro Holz, der LFU Innsbruck sowie dem Institut für Brandschutztechnik und Sicherheitsforschung in Linz gesponsert. Es liegt im Aufgabengebiet des Kompetenznetzwerkes Holz-Organisation im Fachverband der Holzindustrie, Firmen zu informieren und Forschungsprojekte zu unterstützen.

 

Folgende Themen wurden vorgetragen und diskutiert:

- Welches sind die herausforderndsten Entscheidungspunkte für die Industrie / Georg HOCHREINER (Österreich)

- Fire Safety Engineering -neue Möglichkeiten für Holzprodukte / Esko MIKKOLA (Finnland)

- Holz und Holzkonstruktionen im Zusammenhang mit den Brandschutzbestimmungen in Europa / Birgit ÖSTMAN (Schweden)

- Notwendige europäische Aktivitäten für die verstärkte Holzverwendung / Stefan WINTER (Deutschland)

- BRE – FSE Forschungsergebnisse im Lichte zukünftiger europäischer F&E Brandrisiko-bewertung / Julie BREGULLA (Großbritannien)

- Brandrisikobewertung / Hans HARTL (Österreich)

- Das „VALERIE“ Projekt: Die Anwendung von Brandrisikoanalysen auf typische städtische Situationen in den größeren Städten des Trentino. Ein Beispiel der Koorperation zwischen Forschungsinstituten und Feuerwehrabteilungen / Ario CECCOTTI/Gabriele BONAMINI/Monica NART

- Französische Versuchsergebnisse zum Brandwiderstand von Holzverbindungen / Patrick RACHER (Frankreich)

- Holz und Feuer. Die Situation in Estland und praktische Erfahrungen mit der Anwendung von EC5,1-2 / Alar JUST (Estland)

- Möglichkeiten für Holz in den Niederlanden / Frans PAAP (Niederlande)

- Die schweizerische Entwicklung von Brandschutzvorschriften in den letzten Jahren / Reinhard WIEDERKEHR (Schweiz)

- Brandschutzkonzepte / Prok. DI Thomas TRAUNER (Österreich)

- Aktuelle Ergebnisse österreichischer Forschungsaktivitäten / Dietmar BOBACZ (Österreich)

- Brandverhalten von Holzfassaden – Versuchsergebnisse / Martin TEIBINGER/Dieter WERNER (Österreich)

 

Der Kongress trug dazu bei, die europäischen Bemühungen für die Forschungsaktivitäten auf dem Gebiete des Brandschutzes mit dem Schwerpunkt Holzbau zu vernetzen und zu unterstützen.

Weiterführende Informationen - LFU Innsbruck Prof. Dr. Hans Hartl unter hans.hartl@uibk.ac.at