EUSIDIC Annual Conference

Vom 9. bis 11. April fand im Rathaussaal in Innsbruck die Jahreskonferenz der EUSIDIC (The European Association of Information Services) statt. Eröffnet wurde die Konferenz durch Rektor Manfried Gantner.
Rektor Manfried Gantner (li.), Johan van Halm
Bild: Rektor Manfried Gantner (li.) eröffnete im Beisein vom Johan van Halm, dem Vorsitzenden von EUSIDIC, die Jahreskonferenz in Innsbruck.

Etwa 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Europa, die sich bunt gemischt aus Universitäten, wissenschaftlichen Bibliotheken und der Informationsindustrie rekrutierten, hörten ca. 10 Vorträge und zwei Produktpräsentationen. Die überschaubare Anzahl der Teilnehmer führte alsbald zu einer familiären Atmosphäre, die intensive Fachdiskussionen ermöglichte.

 

Die Tagung befasste sich mit elektronischen Produkten der Informationsindustrie, speziell mit ihrer

  • Interoperabilität (also der Fähigkeit, in verschiedenen Umgebungen ohne speziellen Aufwand seitens der Benutzer zu funktionieren),
  • Interkonnektivität (also ihrer Integrierbarkeit in eine Softwareumgebung mit mehreren Produkten),
  • Aufrufbarkeit über Portale,
  • Tauglichkeit gegenüber den Anforderungen der Benutzer,
  • Verbreitung und Verfügbarkeit (Lizenzmodelle oder freier Zugang, etwa im Sinne des „Open Access“)

Der Wahl des Tagungsortes entsprechend waren auch eine Reihe von Vortragenden aus Österreich vertreten (Dieter Fensel: „Semantic Web – State of the Art“ [mehr zum Thema Semantic Web lesen Sie in unserem Artikel "Der denkende Computer"], Helmut Hartmann: „Consortia in Austria – Integration Issues“, Heinz Hauffe: „The Scientific Information Market – its Players and its Rules“, Günter Mühlberger: „From Old Books to E-Books – Digitization on Demand“, Alexander Nevyjel: „Computer Assisted Subject Analysis with Controlled Vocabulary“, Eveline Pipp: „Embargoes and ceased Full-Texts“). Vortragende aus Finnland (Pekka Olsbo) und Slowenien (Ales Bosnjak) berichteten, wie in ihren Ländern Publikationen von Universitätsangehörigen gesammelt und elektronisch der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. „Open Access“, also der freie Zugang zum wissenschaftlichen Wissen, entpuppte sich als eines der zentralen Themen der Konferenz.

 

Als Sponsoren fungieren Elsevier Science, Ex Libris, OVID Technologies und die Universitätsbibliothek Innsbruck, über die die lokale Organisation lief. Frühere Tagungsorte der EUSIDIC-Jahrestagungen waren Helsinki, Prag, Lissabon oder Brüssel. Die nächste Jahrestagung wird voraussichtlich in Roskilde/ Dänemark stattfinden.

 

In Kürze werden unter http://www.eusidic.net/ die PowerPoint-Präsentationen der gehaltenen Vorträge aufgelegt.

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