Mag. Haltmeier gewinnt den CAST Life Sciences Business Award 2006

Der CAST Life Science Business Award 2006 ging letzte Woche ins Finale der diesjährigen Veranstaltungsrunde. Drei von einer Fachjury ausgewählte Verwertungsvorhaben haben ihre Siegerschecks entgegengenommen. Insgesamt sind 6.500,- Euro an Preisgeldern vergeben worden. Mag. Markus Haltmeier vom Institut für Informatik der LFU erzielte den ersten Platz.
Mag. Markus Haltmeier (rechts) bei der Überreichung des Siegerschecks mit Christian Mathes.
Bild: Mag. Markus Haltmeier (rechts) bei der Überreichung des Siegerschecks mit Christian Mathes.

„Das Interesse an wirtschaftlicher Verwertung von Forschungsergebnissen steigt ständig – immer mehr Forschende reichen Geschäftsideen für ihre an den akademischen Einrichtungen entwickelten Technologien bei uns ein“, berichtet Christian Mathes vom CAST. „Die wichtigsten Bewertungskriterien der beauftragten Jury waren auch in dieser Wettbewerbsrunde Innovationskraft, Kundennutzen, Marktpotential und Marktnähe der jeweiligen Forschungsergebnisse.“

 

Das Siegerteam – oder wie man Körper schonend durchleuchtet

Mag. Markus Haltmeier erzielte den ersten Platz beim CAST Life Sciences Business Award 2006. Haltmeier ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Informatik der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck. Seine Einreichung basiert auf Forschungsergebnissen, die er gemeinsam mit der UAR (Upper Austria Research GmbH) im Rahmen eines FWF-Projekts erzielen konnte. Man sieht die Herstellung hochauflösender, thermoakustischer Tomographen (TACT) für 3-D Bildgebung in der Medizin, Biologie und Industrie vor. Der Medizin stünde damit ein Instrument zur schonenden und verbesserten 3-D Abbildung von weichem Gewebe und damit verbesserten Diagnostik – z.B. von Tumoren - zur Verfügung.

 

Platz 2 – ein neuer Assay optimiert die Medikamentenentwicklung

Den zweiten Platz holten Dr. Andreas Wemhöner (Department Kinder-Jugendheilkunde, Univ. Klinik Pädiatrie IV), Prof. Thomas Haller (I-Med, Dept. f. Physiologie und Medizinische Physik) und PD. Dr. Mario Rüdiger (Department Kinder-Jugendheilkunde, Univ. Klinik Pädiatrie IV). Durch einen neuen, zellulären Assay kann das Team die Wirkung unterschiedlichster, exogener Substanzen auf die Funktion von Alveolar Typ II-Zellen (ATII-Zellen) quantifizieren. Die ATII-Zellen sind in der Lunge für wichtige Funktionen (Stammzelle, Immunität, Surfactantmetabolismus) zuständig. Arzneimittelhersteller können mit der Untersuchung des Teams ihre biotechnologischen Wirkstoffe hinsichtlich deren pulmonalen Wirkung oder hinsichtlich deren pulmonalen Nebenwirkungen validieren bzw. optimieren.

 

Ein neues Instrument für gefäß- und nervenchirurgische Arbeit –Platz 3

Das Team um Dr. Heinrich Schubert von der Univ.-Klinik für Plastische und Wiederherstellungschirurgie ist der dritte Gewinner beim CAST Life Sciences Business Award 2006. Es schlägt die Vermarktung eines chirurgischen Instrumentes vor. Das Instrument ermöglicht eine objektive Entscheidung, ob bei wiederherstellenden Operationen Gefäß- und Nervenenden jeweils direkt miteinander verbunden werden können oder der Einsatz eines Zwischenstückes bzw. Interponates erforderlich ist.

 

CAST Business Award - Gewinn auf allen Ebenen

Der CAST Business Award wird seit 2004 für die Fachbereiche Life Sciences und IT ausgeschrieben. Nicht allein die attraktiven Geldpreise locken seine TeilnehmerInnen. Denn für Gewinn sorgt der Wettbewerb auch anderweitig:

 

„Über die Abarbeitung der Leitfragen im Einreichpapier können sich die TeilnehmerInnen ein gutes Bild verschaffen, ob ihre Forschungsergebnisse interessante Geschäftschancen bergen“, berichtet Dr. Martin Spatz vom Veranstaltungspartner Life Science Austria (LISA). „Es macht durchaus Sinn, dass sich TeilnehmerInnen diese Fragen bereits vor künftigen Forschungsprojekten stellen und die eigene Forschung entsprechend abstimmen. Denn wenn die Forschungsergebnisse mittelfristig auch wirtschaftlich verwertbar sind, eröffnen sich vollständig neue Finanzierungsmöglichkeiten abseits der Förderung der Grundlagenforschung“, lässt Spatz weiter wissen.

 

Das kostenlose, erste Screening ihrer Geschäftsideen und das zur Verfügung gestellte, schriftliche Gutachten der Fachjury sind weiters von großem Wert für alle EinreicherInnen. Und nicht zuletzt steht das CAST im Anschluss an den Wettbewerb mit kostenloser Beratung zur weiteren Entwicklung der eingereichten Geschäftsideen zur Verfügung. Zugewinn auf allen Ebenen.

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