ISW gratuliert den Olympiasiegern Andreas und Wolfgang Linger

Seit einigen Jahren hat das ISW eine Kooperation mit dem Österreichischen Rodelverband. Unter der Leitung von Prof. Christian Raschner, Carson Patterson M.A. und Mag. Hans-Peter Platzer sichert ein Expertenteam mit Know-how und Testapparaturen die Anwendung neuer sportwissenschaftlicher Erkenntnisse. Das Ergebnis ist Olympiagold für die „Rodel-Brüder“ Andreas und und Wolfgang Linger.
Andreas und Wolfgang Linger während eines Modellplatztrainings am Gleitsimulator des Instituts.
Bild: Andreas und Wolfgang Linger während eines Modellplatztrainings am Gleitsimulator des Instituts.

Das Trainingswissenschaftliche Zentrum Pulverturm (TWZ) am Institut für Sportwissenschaft gehört mit seinen sportartspezifischen Diagnosemöglichkeiten zu den weltweit führenden und erfolgreichsten Institutionen dieser Art. Der Frage nach den individuellen konditionellen und bewegungstechnischen Stärken und Schwächen der AthletInnen wird mit einer Vielzahl von wissenschaftlichen Messmethoden nachgegangen.

 

So wurde zum Beispiel ein für Skirennläufer entwickeltes Gerät zur Überprüfung der optimalen Gleitposition der Skier (Planstellung und Spurbreite) für die Rodler adaptiert. „Dabei kann einerseits durch Tests die momentane Druckverteilung (rechts/links bzw. vorne/hinten) gemessen werden, andererseits werden in der Vorbereitungsperiode Mithilfe so genannter Messplatztrainings die sensomotorischen Fähigkeiten der FahrerInnen speziell trainiert“, erklärt Prof. Christian Raschner das Geheimnis des Erfolgs.

 

Auf Initiative des Rodelverbandes sind seit Sommer 2005 verstärkt Mitarbeiter des TWZ (Patterson/Schnitzer) in die Prozesse der Trainingsplanung und deren praktische Umsetzung eingebunden.

 

Derzeit sind die Mitarbeiter des TWZ zusammen mit dem neuen Nationaltrainer Rene Friedl dabei, in Kooperation mit Otto Schachner vom Studiengang Sports Equipment Technology der FH Technikum Wien und der Firma Siemens ein neues Diagnose- und Trainingsgerät zu entwickeln und bauen, das noch bestehende Defizite beim Startvorgang der AthletInnen beheben soll. In Hinblick auf die 2007 in Igls stattfindende Heim-Weltmeisterschaft werden alle Anstrengungen unternommen, um den Aufschwung des Rodelteams weiter voran zu treiben.