FührungsspielerInnen müssen richtig eingesetzt werden

Prof. Stefan Kühl von der Uni der Bundeswehr Hamburg referierte gestern im Rahmen der Veranstaltungsreihe Kommunikations-Management-Organisation am Institut für Kommunikation im Berufsleben und Psychotherapie. In seinem Vortrag „Wandel von Strukturen – Strukturen des Wandels“. analysierte er Möglichkeiten von Strukturveränderungen in Organisationen.
Institutsleiterin für Kommunikation im Berufsleben und Psychologie Dekanin Prof.
Bild: Institutsleiterin für Kommunikation im Berufsleben und Psychologie Dekanin Prof. Heidi Möller und Referent Prof. Stefan Kühl von der Uni der Bundeswehr Hamburg

Personalentwicklungsmaßnahmen, Team-Building, oder Konflikt-Coaching sind Maßnahmen, mit denen heute in modernen Unternehmen versucht wird, Strukturveränderungen vorzunehmen. Doch nicht jeder Management-Trend ist für jede Organisation geeignet. Prof. Kühl versuchte anhand der Strukturkonzeption von Niklas Luhmann verschiedene Organisationsstrukturen aufzuzeigen.

„Es ist immer wieder eine große Freude so erfolgreiche Wissenschaftler wie Prof. Kühl an der Uni begrüßen zu dürfen. Prof. Kühls Erkenntnisse und seine Erfahrungen im Managementbereich sind eine Wissensbereicherung für jeden Einzelnen“ freute sich Institutsleiterin Prof. Heidi Möller bei der Begrüßung.

Auf die Mischung kommt es an

„Der Trend geht heute eindeutig in Richtung Kosteneinsparung, Entbürokratisierung und Flexibilisierung der MitarbeiterInnen. Doch ein Verkürzungsmanagement z. B. bei Krankenhäusern wäre nicht unbedingt sinnvoll“ so Prof. Kühl. „Auch Flexibilisierung sollte mit Vorsicht genossen werden. Sie ist nur möglich, wenn Vertrauen in die Entscheidungsträger besteht. Sonst kann das ganze in eine Tyrannei der Strukturlosigkeit abschweifen“ glaubt Prof. Kühl

Die Art der Organisationsstruktur hängt meist von den Personen des Topmanagements ab. Ein BetriebswirtIn ist ein ZweckmitteldenkerIn und wird das Unternehmen anders führen, als z. B. ein JuristIn, deren Berufsbild durch einschlägige Entscheidungen geprägt ist. Eine Struktur ist nur änderbar, wenn man den Zweck oder das Programm verändert. Die Personen kann man nicht verändern, zumindest nicht grundlegend“, ist Prof. Kühl überzeugt.

Entscheidend ist also die richtige Mischung zwischen Formalität und Informalität sprich Starrheit oder Flexibilität der Struktur. Dies ist von Organisation zu Organisation unterschiedlich und hängt von der Entscheidung der Führungspersonen ab. „Die Führungsperson muss richtig sein, dann ist auch das Management gut“ beendete der Soziologe Stefan Kühl seine Ausführungen.

Die nächste Veranstaltung der Vortragsreihe Kommunikations-Management-Organisation findet am  Donnerstag, 19. Jänner 2006 am Institut für Kommunikation im Berufsleben und Psychotherapie statt. Dr. Astrid Schreyögg wird über Coaching von Doppelspitzen“ „Coaching von echten und unechten Doppelspitzen“ sprechen.

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