Terminologie-Datenbank geht online

Die Terminologie-Datenbank des Instituts für Translationswissenschaft ist eine Sammlung von terminologischen Diplomarbeiten von Studierenden des Instituts. Derzeit umfasst sie 164 Arbeiten aus verschiedenen Fachbereichen, wobei die Bereiche Medizin, Technik und Sport besonders stark vertreten sind. Kürzlich ging die Datenbank online.
v.l. Dr. Peter Sandrini und Dr. Irmgard Rieder benutzen die neue Terminologie-Datenbank.
Bild: v.l. Dr. Peter Sandrini und Dr. Irmgard Rieder benutzen die neue Terminologie-Datenbank.

Die Datenbank umfasst derzeit fast 22.000 zwei- oder mehrsprachige Einträge zu den unterschiedlichsten Themenbereichen – vom Cochlea-Implantat über Virologie, Schnee- und Lawinenkunde, Sessellifte und Abwasserbehandlung zum Gleitschirmfliegen, Orgelbau oder Qualitätsmanagement im Krankenhaus. Ein Teil der Arbeiten entstand auf Anregung von und in Kooperation mit regionalen Wirtschaftsbetrieben und Institutionen, wobei Themenvorschläge für neue Arbeiten jederzeit willkommen sind. Die einzelnen Einträge enthalten die Fachtermini in Deutsch und in jeweils einer oder mehreren der am Institut vertretenen Fremdsprachen Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch.

Sammlung seit 1988

Der Bereich Terminologie stellt schon seit vielen Jahren einen Schwerpunkt in Forschung und Lehre des Instituts dar. In diesem Rahmen entstehen jährlich ca. 10 – 15 terminologische Diplomarbeiten, die seit 1988 auch in elektronischer Form gespeichert und in der Terminologiedatenbank des Instituts gesammelt werden. Diese Datenbank steht den Lehrenden und Studierenden am Institut in einer nicht-webfähigen Version zur Verfügung und wurde 1995 als erste Sammlung von terminologischen Diplomarbeiten in einer dem damaligen Stand der Technik entsprechenden und etwa 90 Arbeiten umfassenden Online Version im Internet verfügbar gemacht.

Technische Unterstützung aus dem ZID

Vor dem Hintergrund neuer Erkenntnisse der Terminologielehre und besserer technischer Möglichkeiten wurde nun in Zusammenarbeit mit der Abteilung Datenbank- und Informationssysteme des ZID (Garry Lawton und Ingrid Hayek) die vorliegende neue Webapplikation entwickelt, die sich durch Übersichtlichkeit und Benutzerfreundlichkeit auszeichnet.

Die Datenbank stellt eine Kombination aus Terminologie- und Wissensdatenbank dar. Die Einträge enthalten die Benennungen der Begriffe sowie Definitionen und Kontextbeispiele aus einschlägiger originalsprachlicher Fachliteratur in den jeweiligen Sprachen. In den "neueren" Arbeiten (ab 1995) finden sich außerdem verlinkte Querverweise und Angaben über Ober- und Unterbegriffe, wodurch man per Mausklick feststellen kann, welche Komponenten ein Cochlea-Implantat hat , aus welchen Elementen sich die Gesamtnote beim Skispringen ergibt oder welche Gewürze zu den Blattgewürzen zählen.

Benutzerfreundliche Online-Datenbank

„Ziel dieses Projekts war die Entwicklung einer Online-Datenbank mit benutzerfreundlicher und übersichtlicher Oberfläche, die verschiedenen Benutzergruppen, vor allem aber Übersetzern und Dolmetschern, unabhängig von ihrem Standort den Zugriff auf die Terminologiearbeiten unserer Studierenden ermöglichen soll“, erklärt Projektleiterin Irmgard Rieder vom Institut für Translationswissenschaft. "Bei der Entwicklung der neuen Webapplikation traten teilweise unerwartete Probleme auf, deren Analyse und Beseitigung sowohl für mich als auch für die beteiligten Mitarbeiter des ZID sehr zeitaufwändig waren. Durch die ausgezeichnete Zusammenarbeit und den außergewöhnlichen Einsatz der beteiligten ZID-Mitarbeiter während der gesamten Entwicklungszeit konnte das Projektziel nach mehreren Testläufen, Korrekturen und Anpassungen erreicht und die Datenbank-Oberfläche an die Bedürfnisse der vorgesehenen Nutzergruppen angepasst werden“, bedankt sich die Projektleiterin für die gute Zusammenarbeit.