ESCI als wesentlicher Beitrag der Wissenschaft zu Frieden und Sicherheit

Als Auftakt zum Europäischen Sicherheits-Congress Innsbruck ESCI vom 9. bis zum 11. September 2005 gaben Univ.-Prof. Dr. Manfried Gantner, Rektor der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, Landesrat Dipl.-Vw. Mag. Sebastian Mitterer, sowie der Initiator des ESCI, Univ.-Prof. Dr. Alexander Siedschlag, einen Ausblick auf die bevorstehende Veranstaltung.
ESCI
v.l.: LR Dipl.-Vw. Mag. Sebastian Mitterer, Univ.-Prof. Dr. Alexander Siedschlag, Rektor Univ.-Prof. Dr. Manfried Gantner

Gerade die Forschung im Bereich der Sozial-, Geistes- und Kulturwissenschaften ist in dem sich abzeichnenden Clash der Kulturen, Religionen, Lebenshaltungen und Denkrichtungen von überlebenswichtiger Bedeutung. Sie sichert den Frieden und gibt die Chance zur Selbstverwirklichung“, lobte Rektor Gantner die Intentionen des Europäischen Sicherheits-Congresses Innsbruck. Durch die Beschäftigung mit gesamtgesellschaftlichen Problematiken unter Einbindung der Öffentlichkeit werde der Weg der Öffnung der LFU Innsbruck erfolgreich fortgesetzt.

 

Von einer weiteren Aufwertung des Universitätsstandortes Innsbruck durch den ESCI sprach Landesrat Dipl.-Vw. Mag. Sebastian Mitterer. Er betonte die traditionelle Rolle Österreichs als Vermittler in sicherheitspolitischen Belangen, etwa im Zusammenhang mit dem Kalten Krieg und der Südtirol-Problematik. Gerade bei letzterer habe auch das Bundesland Tirol maßgeblich zur Konfliktbewältigung beigetragen.

 

ESCI ist eine international besetzte Konferenz auf europäischer Ebene und thematisiert politisch und gesellschaftlich relevante Grundlagenthemen und aktuelle Herausforderungen internationaler Sicherheitspolitik. Ziel des ESCI ist es, europaweiten Sachverstand aus Politikwissenschaft, Policy Analysis, operativer Sicherheitspolitik, Public Policy und (ministerieller) Planungsebene zusammen zu führen und der Öffentlichkeit zu präsentieren.

 

Kernthemen des heurigen Europäischen Sicherheits-Congress Innsbruck sind:

  • Konzepte des Krisenmanagements und der Konfliktprävention
  • Bedrohungsanalysen und Anforderungen an zivil-militärisches Zusammenwirken
  • Sicherheitssektor-Reform
  • Regionale Herausforderungen und Schwerpunkte Europäischer Sicherheitspolitik
  • Europäische Sicherheitsstrategie und nationale Verteidigungspolitische Richtlinien

 

Zu den Referenten zählen Persönlichkeiten wie der Beauftragte des Bundesministeriums für Landesverteidigung für die militärpolitischen Aspekte der EU-Ratspräsidentschaft Österreichs, General Raimund Schittenhelm, Experten der Landesverteidigungsakademie, Prof. Matthew Rhodes und weitere Wissenschafter des renommierten Marshall-Center für Sicherheitspolitik in Garmisch-Partenkirchen, Medienvertreter und internationale Experten für ziviles Konfliktmanagement. Diese vielseitige Zusammenstellung entspricht einerseits dem Querschnittscharakter der Tagung und ist andererseits ein Beleg für die hohen Erwartungen an den politisch und gesamtöffentlich relevanten Output der Veranstaltung.

 

Die Stiftungsprofessur für Europäische Sicherheitspolitik am Institut für Politikwissenschaft der Universität Innsbruck wurde vom Bundesministerium für Landesverteidigung gestiftet und wird seit 1. Oktober 2004 von Univ.-Prof. Dr. Alexander Siedschlag geleitet.

 

„Tiefes Mitgefühl mit den Menschen in New Orleans!“

 

Im Pressefoyer drückte Rektor Gantner im Namen der gesamten Leopold-Franzens-Universität sein tiefes Mitgefühl mit den Bewohnern von New Orleans und den darüber hinaus vom Hurrikan „Katrina“ betroffenen Menschen aus. Die LFU Innsbruck werde die Partneruniversität in den USA in allen der Leopold-Franzens-Universität möglichen Bereichen unterstützen, so Rektor Gantner. So sei etwa an die Einrichtung einer „Winter School“ – äquivalent zur bereits bestehenden Summer School – gedacht, um die Universität New Orleans bei der Wiederaufnahme des Lehrbetriebes zu unterstützen.