BIT-Universitäten besuchen Brüssel

Vergangene Woche trafen die Hochschulspitzen der Universitäten Bozen, Innsbruck und Trient gemeinsam in Brüssel den europäischen Kommissar für allgemeine und berufliche Bildung, Kultur und Multilingualismus Ján Figel´. Erstmals diskutierte die länderübergreifende Universitätsdelegation die Zukunft der Hochschulpolitik.
v.l.: Prof. Rita Franceschini der Universität Bozen, europäischer Kommissar für allgemeine und berufliche Bildung, Kultur und Multilingualismus Ján Figel´, Prof. Davide Bassi der Universität Trient und Prof. Manfried Gantner, Rektor der LFU.
Bild: v.l.: Prof. Rita Franceschini der Universität Bozen, europäischer Kommissar für allgemeine und berufliche Bildung, Kultur und Multilingualismus Ján Figel´, Prof. Davide Bassi der Universität Trient und Prof. Manfried Gantner, Rektor der LFU.
Auf Initiative der Universitäten Bozen und Trient  besprachen die RektorInnen Prof. Rita Franceschini der Universität Bozen, Prof. Davide Bassi der Universität Trient und Prof. Manfried Gantner der LFU, in einem Meinungsaustausch mit Kommissar Figel´ die Inhalte des derzeit in Ausarbeitung befindlichen 7. Forschungsrahmenprogramms, nahmen Einblick in den geplanten EU-Forschungsrat, diskutierten die Mobilitätsprogramme Erasmus Mundus und Marie Curie Aktionen sowie die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Universitäten. Bereits vergangenen Sommer hatten die RektorInnen der drei Universitäten die BIT-Abkommen (Bozen – Innsbruck – Trient) unterzeichnet. Diese fördern die Mobilität der Forschenden und Studierenden im Bereich der Informatik länder- und universitätsübergreifend.

Positive Vorbilder schaffen Einigkeit

„Erstmals konnten wir nun unsere universitätsübergreifende Zusammenarbeit in Brüssel präsentieren. Dort konnten wir Gespräche über die Zukunft des europäischen Forschungs- und Bildungsraums sowie über europäische Bildungsprogramme führen“, erklärt Rektor Gantner die Hintergründe des Meinungsaustausches. Kommissar Figel´ betonte vor allem den vereinigenden Charakter des Bologna-Prozesses: „Wenn die europäischen Länder in Einigkeit auftreten, dann inspirieren wir damit die Anderen“. Derzeit umfasst der Bologna-Prozess 45 teilnehmende Länder. In diesem Sinne lobt er auch die BIT-Abkommen der drei Universitäten: „Die BIT-Initiative ist ein positives Modell für „networking“ in Europa“.

Europäischer Geist haucht Verträgen Leben ein

Dem Treffen mit Kommissar Ján Figel´ war am Vormittag ein gemeinsamer Workshop vorausgegangen, in dem über Forschungsprojekte und über die Bedeutung der Zusammenarbeit von Universitäten und Industrie im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit Europas gesprochen wurde. Teil des dicht gedrängten Programms in Brüssel waren für die Universitätsdelegationen auch Vorträge über Neuheiten bei universitären Bildungsprogrammen. „Für die drei Universitäten Innsbruck, Bozen und Trient war das Treffen mit dem EU-Kommissar Figel´ der Auftakt zu einer noch engeren Kooperation im europäischen Geiste und haucht so Verträgen und Abkommen Leben ein“, freut sich Rektor Gantner.