Minister Biltgen zu Besuch an der LFUI

Seinen Winterurlaub in Tirol nutze Francois Biltgen, luxemburgischer Minister für Arbeit, Kultur, Höhere Bildung und Forschung, für einen Besuch bei Prof. Manfried Gantner, Rektor der LFU. Biltgen zählt zu den führenden Wissenschaftsministern Europas.
v.l.: Minister Francois Biltgen, Rektor Manfried Gantner
Bild: v.l.: Minister Francois Biltgen, Rektor Manfried Gantner

 

 

Vom 19. bis zum 20. Mai 2005 fand in Bergen unter der EU-Ratspräsidentschaft Luxemburgs die Bolona-Nachfolgekonferenz zum Stand der Fortentwicklung der „European Higher Education Area“ statt. Es nahmen daran über vierzig europäische Wissenschafts- und BildungsministerInnen  teil. „Diese alle zwei Jahre stattfindende Konferenz zum Europäischen Bildungsraum wurde mit großer Souveränität von Minister Biltgen geleitet. Als Mitglied der österreichischen Delegation lernte ich ihn dort kennen und bewunderte seine souveräne Verhandlungsführung“, so Rektor Manfried Gantner. Daher die Einladung, die LFU Innsbruck zu besuchen.

 

Gemeinsame Wege

 

Seit dem Jahr 2003 verfügt Luxemburg über eine eigene Universität. Die Schwerpunkte liegen vor allem auf Magister- und Doktoratsstudien sowie im Bereich der Forschung. „Die Einladung Minister Biltgens zu einen gemeinsamen Gespräch diente der Suche nach Kooperationsmöglichkeiten zwischen den beiden Universitäten“, so Rektor Gantner

 

Zebrafische,  die nächste Generation des Internets und Quantencomputer

 

Minister Biltgen, welcher unter der EU-Präsidentschaft von Luxemburg auch sehr maßgeblich an der Entwicklung des 7. EU-Rahmenprogramms für Forschung mitwirkte, wurde von seiner Frau Denise Jacqué und Sohn Jacques begleitet. Des Junior’s Interesse für Fische führte Familie Biltgen und Rektor Gantner zu Dekan Georg Bernd Pelster und Prof. Roland Psenner, welche ihre Forschungsarbeiten an Zebrafischen erläuterten. Im Anschluss führte Prof. Dieter Fensel durch das Institut für Informatik und stellte den Besuchern das Digital Enterprise Research Institute (DERI) vor, in dem von einer großen, drittmittelfinanzierten Forschergruppe an der nächsten Generation des Internets gearbeitet wird.

 

Der Besuch fand seinen Abschluß bei den Quantenphysikern: Prof. Rainer Blatt erläuterte die aktuellen Arbeiten zur Entwicklung des Quantencomputers. Dabei wurde auch allgemein über die Forschungsfinanzierung und deren Bürokratielastigkeit diskutiert.

 

Im laufenden Wintersemester 2005/2006 sind 200 luxemburgische Studierende an der LFU inskribiert bei insgesamt rund 21.000 Studierenden.