5. CSI - Konferenz: New Agenda of the WTO

Die 5. jährliche Konferenz des CSI (Centre for the Study of International Institutions) befasste sich vom 16.-19. November mit den Agenden der laufenden Verhandlungen der WTO. Von Wissenschaftlern aus der ganzen Welt wurden vor allem die Herausforderungen diskutiert, die sich für die EU als wichtigster Welthandels-Partner ergeben.
v.l. Prof. Karl Socher, Dekan Prof. Dieter Lukesch, Prof. Anne O. Krueger, Vizedirektorin des IWF und Prof. John-Ren Chen.
Bild: v.l. Prof. Karl Socher, Dekan Prof. Dieter Lukesch, Prof. Anne O. Krueger, Vizedirektorin des IWF und Prof. John-Ren Chen.

Die Eröffnung der Konferenz wurde durch Rektor Prof. Manfried Gantner, dem Dekan der Fakultät für Volkswirtschaft und Statistik, Prof. Dieter Lukesch und dem Direktor des CSI und Leiter der Konferenz, Prof. John-ren Chen vorgenommen. Im Rahmen der Konferenz fanden die 22. Böhm-Bawerk-Vorlesung von Prof. Anne O. Krueger, Vizedirektorin des IWF und der traditionelle Abschlussvortrag vom Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank, Dr. Klaus Liebscher statt.

 

22. Böhm - Bawerk - Vorlesung

Der Schwerpunkt der 22. Böhm Bawerk –Vorlesung war der Kampf gegen die globale Armut: „From Despair to Hope: The Challenge of Promoting Poverty Reduction“. Die Schlussfolgerung von   Frau Prof. Krueger war, dass schnelles und nachhaltiges Wirtschaftswachstum eine Grundvoraussetzung ist, um Armut zu reduzieren. Makroökonomische Stabilität ist eine notwendige wenn auch nicht hinreichende Bedingung um Wirtschaftswachstum zu bewirken. Noch wichtiger ist die Durchführung von Wirtschaftsreformen, um die Hemmnisse des Wachstums durch bürokratische Maßnahmen und die Korruption zu beseitigen

 

Themen der CSI - Konferenz

Bei der Konferenz wurden vor allem Agenden der laufenden „Doha“ - Runde diskutiert. Es geht dabei um die weitere Liberalisierung des internationalen Handels von Gütern und Dienstleistungen, um durch den vermehrten Handel die Wohlfahrt aller beteiligten Länder zu erhöhen. Referenten aus aller Welt referierten auf der Konferenz: L. Iapadre (Universität L´Aquila, Italien), J. Wörz (WIIW, Wien), M. Tsai (Cheng-chi Universität, Taiwan), M. Busse (HWWA, Hamburg), J. Siroen (Universität Paris Dauphine, Frankreich), K. Börner (Universität München), K. Jones (Babson College, USA), Y. Akeda (Rikkyo Univ. Japan), M. Reiterer (Stellv. Leiter der EU-Delegation in Japan), John-ren Chen und Christian Smekal (Universität Innsbruck).

OeNB Governor - Lecture

Wie jede Konferenz des CSI wurde auch die heurige mit einem Referat von Dr. Klaus Liebscher (Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank) abgeschlossen. Er begründete, warum die Deregulierung der Finanzmärkte mehr Chancen als Gefahren für die finanzielle Stabilität bringen wird.