Prof. Ölberg erhält Ehrendoktor der Republik Albanien

"Prof. Ölberg hat einen wertvollen Beitrag für die Klärung der Grundprobleme der Geschichte der albanischen Sprache, ihrer Herkunft und Beziehung mit anderen Sprachen geleistet", lautet es in der Urkunde. Kürzlich wurde ihm deshalb der Doctor Honoris Causa vom albanischen Botschaftsrat Dr. Artan Canaj verliehen.
v.l. Rektor Manfried Gantner, albanischer Botschaftsrat Dr. Artan Canaj, Prof. Hermann Ölberg, Dekan Hans Moser und Senatsvorsitzender Ivo Hajnal.
Bild: v.l. Rektor Manfried Gantner, albanischer Botschaftsrat Dr. Artan Canaj, Prof. Hermann Ölberg, Dekan Hans Moser und Senatsvorsitzender Ivo Hajnal.

Prof. Hermann Ölberg vom Institut für Sprachen und Literaturen der LFU Innsbruck ist ein „hervorragender Indogermanist und Albanologe, würdiger Fortsetzer der großen österreichischen Tradition im Bereich der albanologischen Studien“, heißt es in der Begründung zur Verleihung weiter: „Er hat wichtige internationale Veranstaltungen über Albanologie einberufen und großzügig die postuniversitäre Qualifikation der albanischen Studierenden an der Leopold-Franzens-Universität unterstützt.“

Verdiente Auszeichnung

„Es freut mich außerordentlich, dass ein Mitglied unserer Universität für seine eigenständige Forschung von der Albanischen Republik ausgezeichnet wird“, betont Rektor Manfried Gantner anlässlich der Verleihung: „Für uns ist Albanien ein wichtiger Teil Europas“. Auch Dekan Hans Moser ist stolz, „dass Sie die Auszeichnung bekommen, die Sie mehr als verdienen. Wir haben Sie als Fakultätsmitglied außerordentlich geschätzt“, so Moser an den ehemaligen Professor des Instituts für Sprachen und Literaturen.

Zarte Pflanze international positioniert

Prof. Ivo Hajnal, Senatsvorsitzender der LFU und Professor am Institut für Sprachen und Literaturen, ist erfreut, dass sich die Innsbrucker Sprachwissenschaft bereits vor mehr  als 30 Jahren in einem Gebiet positionieren konnte, das nicht dem damaligen Trend entsprach, aber nun zunehmend an Bedeutung gewinnen würde: „Diese zarte Pflanze haben Sie hier in Innsbruck bewahrt und würdig weiterentwickelt“.

Neutralität führte Nationen zusammen

Der Albanische Botschaftsrat Dr. Artan Canaj erzählte in seiner Laudatio auf Prof. Ölberg von der Entwicklung der albanischen Sprache und über das Wirken Prof. Ölbergs im Bereich der Albanologie. Neben München, Napoli und Moskau zählt laut Canaj Innsbruck zu den wichtigsten Albanologie-Zentren Europas und das „Dank der unermüdlichen Arbeit von Prof. Ölberg“. In seinen Ausführungen bezog er sich vor allem auf die Organisation des 1. Internationalen Albanologischen Kolloquiums im Jahr 1972 durch Prof. Ölberg. Zum ersten Mal konnten sich albanische WissenschafterInnen mit Albanologen aus aller Welt auf neutralem Boden – außerhalb des Eisernen Vorhanges - treffen. „Es war eine große Genugtuung für mich, dass sich diese Zusammenarbeit so positiv und intensiv ausgewirkt hat“, freut sich auch Ehrendoktor Prof. Öhlberg, und weiter: „Der Vorteil des neutralen Österreichs in der Zeit des Kalten Krieges war evident.“

Die Übergabe des Ehrendoktortitels fand im Rahmen einer kleinen Feierlichkeit im Salon des Rektors am 9. November 2005 statt.