Hilfsaktionen der Uni Innsbruck waren erfolgreich

Die Leopold-Franzens-Universität Innsbruck (LFU) hat mit allen Innsbrucker Studierenden Kontakt aufgenommen und die jeweiligen Hilfsmaßnahmen besprochen. Sechs Studierende werden bei ihrer Rückkehr in die Heimat unterstützt. Drei davon sind bereits bei ihren Eltern in Österreich angekommen. Alle anderen wollen in den U.S.A. ihr Studium fortsetzen.
University of New Orleans nachher
Bild: Das Gelände der University of New Orleans nach "Katrina"

„Für alle unsere Studierenden stehen bereits neue Studienplätze zur Verfügung“, verkündete Rektor Manfried Gantner am Wochenende. Der Großteil der Studierenden wird sich in Florida, Texas und Kalifornien den Lebenstraum erfüllen.

 

In weniger als zwei Wochen nach der vorausschauenden Evakuierung aus New Orleans ist der weitere Verbleib der Studierenden weitgehend geklärt: „Möglich wurde dies dank des Zusammenwirkens folgender Faktoren: Unser Büro für Internationale Beziehungen und Oberrätin Elke Kitzelmann haben eine großartige Arbeit geleistet. Sie haben unsere Studierenden vor allem menschlich und organisatorisch betreut. Mit der Eigeninitiative unserer Studierenden, dem Netzwerk von Center Austria mit Direktor Guenter Bischof und vor allem durch das Entgegenkommen der amerikanischen Universitäten konnten sehr schnell neue Studienorte gefunden werden“, erklärt Gantner. Die meisten Studierenden bleiben im Süden der U.S.A. Mit der Mehrzahl dieser Universitäten hatte die Uni Innsbruck bisher keine Partnerschaftsabkommen für den Studierendenaustausch.

 

Mit 1.000 Euro pro Person wurden die Studierenden von ihrer Stammuniversität auf Initiative des Rektors Gantner, selbst Tsunami-Opfer, finanziell unterstützt. Die Stadt Innsbruck hat sich mit 15.000 Euro an dieser Hilfsaktion beteiligt. Diese Maßnahme wurde von den Studierenden sehr positiv aufgenommen: „Viele Studierende haben sich bereits mit E-Mail oder telefonisch bedankt“, erzählt Dr. Mathias Schennach, Leiter vom Büro für Internationale Beziehungen: „Ein richtiges Happy End ist es erst, wenn die jungen Studierenden dieses Ereignis verarbeitet haben und wieder gesund zu Hause sind“, so Schennach weiter. „Für die Leopold-Franzens-Universität Innsbruck ist diese Katastrophe dann abgeschlossen, wenn New Orleans seine alte Schönheit wiedererlangt und unsere Partneruniversität wieder ihren Betrieb aufnehmen kann“, fügt Gantner hinzu.

 

Kürzlich feierte die Internationale Summer School der UNO ihr 30jähriges Bestehen. Die UNO und die LFU Innsbruck erhielten für dieses Gemeinschaftsprojekt den „Euro Atlantic Culture Award for International Education“ der Europäischen Kulturstiftung. Die sechswöchige Summer School der UNO, an der heuer insgesamt 300 Studierende in 60 Kursen teilnahmen, ist das größte im Ausland organisierte US-Sommer-Programm. Über 7.000 Studierende und Vortragende haben seit 1975 an diesem Programm teilgenommen.