Uni als Magnet für englischsprachige Weltliteratur

Vom 19. - 24. Juli 2005 findet in Innsbruck und Hall eine internationale Konferenz zur englischsprachigen Weltliteratur mit dem Titel „Literatures in English. Priorities of Research" statt. Rund 80 prominente WissenschafterInnen und AutorInnen aus 30 Ländern nehmen an dieser Konferenz teil. Viele davon kommen aus Ländern Asiens, Afrikas und des Pazifik.
v.l.: Prof. Edwin Thumboo (Head, Centre for the Arts, National University of Singapore), Prof. Wolfgang Zach (Konferenzleiter, Institut für Anglistik der Uni Innsbruck) und Prof. Michael Kenneally (Director, Centre for Canadian Irish Studies, Concordia University Montreal, Canada).
Bild: v.l.: Prof. Edwin Thumboo (Head, Centre for the Arts, National University of Singapore), Prof. Wolfgang Zach (Konferenzleiter, Institut für Anglistik der Uni Innsbruck) und Prof. Michael Kenneally (Director, Centre for Canadian Irish Studies, Concordia University Montreal, Canada).

Englisch ist nicht nur die internationale Kommunikationssprache, sondern auch Literatursprache in mehr als 60 Ländern.Der Fachbereich „Literatures in English“ wird von Prof. Wolfgang Zach am Institut für Anglistik betreut. Dieses Schwerpunktgebiet ist Gegenstand des seit 20 Jahren bestehenden internationalen wissenschaftlichen Netzwerkes „Center for the Internationale Study of Literatures in English“, geleitet von Prof. Zach. „Diese Schwerpunktsetzung ist einzigartig in Österreich und wohl auch einzigartig in Europa und die Aktivitäten sind seit vielen Jahren zahlreich und international viel beachtet“, betont Prof. Zach.

 

„Es hat eine Verlagerung des Gewichts in Bezug auf englischsprachige Literatur weg von den USA und Großbritannien hin zu den Ländern Asiens, Ozeaniens und Afrikas gegeben“, erklärt Prof. Zach. „Nobelpreisträger stammen seit vielen Jahren immer mehr nicht aus Großbritannien oder den USA“, weiß Prof. Edwin Thumboo von der National University of Singapore: „ Sie stammen aus Australien (Patrick White), Südafrika (Nadine Gordimer, J.M. Coetzee), Nigeria (W. Soyinka), Irland (S. Heany) oder aus der Karibik und Indien (Naipaul, Derek Walcott). Die Sprache Englisch sowie die englische Literatur stellen ein Schlüsselinstrument der Globalisierung dar“, so Thumboo weiter. Prof. Edwin Thumboo ist einer der wichtigsten, vielfach ausgezeichneten Autoren Süd-Ost-Asiens und ein renommierter Wissenschafter, der als Gastprofessor auch gute Beziehungen zu Innsbruck pflegt. Sein Forschungsgebiet ist die englischsprachige Literatur und ihre Entwicklung.

 

Die Konferenz setzt sich eine Standortbestimmung zur Entwicklung und zum Studium der englischsprachigen Weltliteratur zum Ziel. Es sollen die bedeutendsten Themen geortet und dazu internationale Projektkooperationen für die nächsten Jahre diskutiert und beschlossen werden. Dabei spielen vor allem Drittmittelmöglichkeiten, wie z.B. Programme der EU eine bedeutende Rolle. Der Schwerpunkt am Institut für Anglistik soll weiterhin ausgebaut werden. „Die Einrichtung eines internationalen Postgraduiertenkollegs und eines Exzellenz-Zentrums werden bereits angedacht“, erläutert Zach. „Die Universität Innsbruck mit dem Institut für Anglistik stellt nun schon seit 25 Jahren einen Magnet für die internationale Welt der englischsprachigen Weltliteratur dar“, freut sich Prof. Michael Kenneally von der Concordia University Montreal in Kanada über den großen Erfolg der internationalen Konferenz.

 

Programm der Konferenz

 

Über das wissenschaftliche Programm von 60 Vorträgen mit Diskussionen hinaus, gibt es ein öffentlich zugängliches Programm an Literaturlesungen - das Writers’ Programm an drei Abenden. Dort werden zwölf wichtige AutroInnen aus Singapur, Australien, Kanada, Hongkong, Neuseeland und der Karibik vorgestellt, die aus ihren Werken lesen. Darunter befinden sich auch Träger bedeutender Literaturpreise wie Edwin Thumboo oder Vincent O’Sullivan. Auch die bedeutende Autorin Janette Turner Hospital aus Australien, die vom Observer als "one of the most important women writers of our age" bezeichnet und mit Preisen überhäuft wurde, hält eine Lesung.

 

Festveranstaltung

 

Heute Abend findet von 18.30 Uhr bis 20.30 Uhr eine Festveranstaltung im Kaiser-Leopold-Saal der Universität Innsbruck, Karl-Rahner-Platz 3 statt. Zu diesem Analss werden drei Jubiläen in der internationalen Welt der englischsprachigen Literatur gefeiert:

 

20 Jahre Wissenschaftskooperation im Netzwerk „Centre fort the International Study of Literatures in English“. Direktor: Prof. Wolfgang Zach. Großer internationaler wissenschaftlicher Beirat aus aller Welt mit zahlreichen LeiterInnen anderer Forschungseinrichtungen.

 

60. Geburtstag Prof. Wolfgang Zach: o. Universitätsprofessor für Englische Sprache und Literatur an der Universität Innsbruck.

 

10 Jahre internationale Kooperation im wissenschaftlichen Austauschprogramm Universität Innsbruck – Macquarie University Sydney: Prof. Di Yerbury, Rektorin der University of Sydney und der Australischen Rektorenkonferenz sowie Expertin auf dem Gebiet der Kunst der Aborigines wird anwesend sein und einen Vortrag halten.

 

VertreterInnen der Universität, der Stadt, des Landes und des Bundesminsiteriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur werden anwesenden sein, um gemeinsam mit den WissenschafterInnen und AutorInnen die drei Anlässe gebührend zu feiern. Neben Laudationes gibt es auch ein Programm mit Gedichten, Vorträgen und Musik.