Französisches Fest in Innsbruck

Am 21. Juni 2005 feiert Innsbruck den „Französischen Tag“. Anlässlich dieses Tages finden mehrere Feierlichkeiten rund um das Land Frankreich statt. So wird der neue französische Botschafter Pierre Viaux Innsbruck besuchen und die neuen Räumlichkeiten des Frankreich-Schwerpunktes der Universität Innsbruck sowie die neue Heimat des französischen Kulturinstituts eröffnen.
Rektor Manfried Gantner und Generalsekretär der Kulturabteilung der Französischen Botschaft Monsieur Daniel Pirat
Bild: Rektor Manfried Gantner und Generalsekretär der Kulturabteilung der Französischen Botschaft Monsieur Daniel Pirat

„Die Bevölkerung in Tirol hat ein äußerst positives und liebevolles Verhältnis zu Frankreich“, betont Rektor Manfried Gantner. „An unserer Universität herrscht eine große Tradition in Bezug auf Frankreich. Wir haben in den Räumlichkeiten der Claudiana mehrer Länderschwerpunkte angesiedelt. Nach dem Kanada-Zentrum und dem neu gegründeten Italienzentrum ist nun der Frankreich-Schwerpunkt dort unser neuester Spross“. Darüber freut sich auch Prof. Tilmann Märk, Vizerektor für Forschung und Verantwortlicher für die Koordinationsstelle Länderschwerpunkte: „Mit den drei Länderzentren unter einem Dach, gibt es sicher tolle Synergien, die sich aus der Kooperation entwickeln“.

Der interdisziplinäre Frankreichschwerpunkt der Universität Innsbruck ist österreichweit einzigartig. Er wurde im Jahr 2001 ins Leben gerufen, um die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Lehrenden und Forschenden der Universität Innsbruck und ihren französischen KollegInnen zu intensivieren. „Einerseits wollen wir unsere Kompetenz aufzeigen und andererseits wollen wir sie auch bündeln und koordinieren“, so Vizerektor Märk.

Der von Frankreich und der Universität Innsbruck gemeinsam finanzierte Schwerpunkt organisiert Tagungen, Gastvorträge, gemeinsame Projekte sowie Veranstaltungen wie den "Frankreich-Tag" für Lehrende und Studierende. „Der Frankreich-Schwerpunkt soll und darf nicht der verlängerte Arm der Romanistik sein“, betont Prof. Eva Lavric, Leiterin des Frankreich-Schwerpunkts: „Er ist interfakultär. Das große Fördervolumen von 30.600 Euro jährlich soll allen Fakultäten zugute kommen“. Im letzten Jahr konnten elf Fakultäten der Uni Innsbruck von dem Fördertopf profitieren. Insgesamt hat der Frankreich-Schwerpunkt, inklusive Miete, Betriebskosten und Personal, ein Budget von etwa 100.000 Euro.

Der Frankreich-Schwerpunkt der Universität konnte nun in neue Räumlichkeiten in der Claudiana, Herzog-Friedrich-Str. 3 umziehen. „Nun, da die Voraussetzungen geschaffen sind, wollen wir den Frankreich-Schwerpunkt zur Blüte führen“, zeigt Rektor Manfried Gantner auf. Die Eröffnung findet am 21. Juni 2005 unter Mitwirkung von Rektor Manfried Gantner sowie des neuen französischen Botschafters, S.E. Monsieur Pierre Viaux statt.

Das seit 1946 in Innsbruck angesiedelte Französische Kulturinstitut zieht in neue Räumlichkeiten um. Nach der Karl-Kapferer-Straße und dem Rennweg, nähert sich das Institut Français d´Innsbruck der Stadtmitte. Ob mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Auto, Motorrad, Fahrrad oder zu Fuß ist der neue Standort Innrain 10 gegenüber der Haltestelle Marktplatz leicht zu erreichen: Neueröffnung ist am 21. Juni 2005, dem Tag der Fête de la Musique. „Die Aufgaben des Instituts bleiben Sprachvermittlung, Kulturveranstaltungen aber auch vermehrt die Information über Studium und Sprachaufenthalte in Frankreich“, erklärt Jacques Bouché, Leiter des Französischen Kulturinstituts.

„Wir wollen hier in Innsbruck Kontakte zur Universität knüpfen“, streicht Daniel Pirat, Generalsekretär der Kulturabteilung der Französischen Botschaft, hervor: „Innsbruck ist zwar, was die Zahl der Studierenden betrifft, drittgrößte Uni in Österreich, aber was ihren Ruf betrifft ist sie österreichweit eine der Besten.“ Die Französische Botschaft möchte nun die Entwicklung des Frankreich-Schwerpunkts der Uni Innsbruck unterstützen, Sprachkurse am Französischen Institut Innsbruck erweitern, Partnerschaften mit kulturellen Einrichtungen hier in Innsbruck pflegen und Innsbruck als Stützpunkt für die Aktivitäten der Kulturabteilung der französischen Botschaft etablieren.