Katrin Winkel mit Sosnovsky-Preis ausgezeichnet

An der Universität Innsbruck erhielt gestern die junge Chemikerin Katrin Winkel für ihre Dissertation den mit 2000 Euro dotierten Georg und Christine Sosnovsky-Preis. Die Nachwuchsforscherin beschäftigt sich darin mit den ungewöhnlichen Eigenschaften von Wasser.
v.l.:Sosnovsky-Preis Koordinator Joachim Schantl, Preisträgerin Katrin Winkel, Forschungsgruppenleiter Thomas Lörting, Rektor Karlheinz Töchterle
Bild: v.l.: Sosnovsky-Preis Koordinator Joachim Schantl, Preisträgerin Katrin Winkel, Forschungsgruppenleiter Thomas Lörting, Rektor Karlheinz Töchterle

Am 14. Juni wurde an der Fakultät für Chemie und Pharmazie bereits zum 11. Mal der Georg und Christine Sosnovskypreis für besonders vielversprechende NachwuchsforscherInnen verliehen. Im Beisein von Rektor Karlheinz Töchterle und Preiskoordinator Prof. Joachim Schantl überreichte Forschungsvizerektor Tilmann Märk die Auszeichnung an Dr. Kathrin Winkel. „Achtzig Prozent der Forschungsarbeit an unserer Alma Mater wird von Dissertantinnen und Dissertanten erbracht. Daher ist es sehr wichtig, den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern und ihm die nötige Anerkennung zu geben“, sagt Vizerektor Märk im Rahmen des Festakts. Im Anschluss an die Überreichung stellte Katrin Winkel ihre ausgezeichnete Arbeit zu amorphem Eis vor.

Verschiedene Formen von Eis

Wasser umgibt uns überall. Doch gerade dieses einfach erscheinende Molekül gibt Forschern weltweit noch immer zahlreiche Rätsel auf. So weist auf der Erde vorkommendes Eis eine geordnete, kristalline Molekülstruktur auf, Eis im Weltall hingegen eine amorphe. Eisphasen unterschiedlicher Dichte und Struktur können hergestellt werden, indem man das Eis hohem Druck und tiefen Temperaturen aussetzt. In ihrer Dissertation beschäftigte sich Dr. Katrin Winkel mit Phasenübergängen zwischen amorphen Eisphasen unterschiedlicher Dichte. Das Studium eines neuen Präparationsweges führte zur Herstellung einer thermisch besonders stabilen Struktur, die zahlreiche neue Forschungsmöglichkeiten eröffnet und die Arbeit der Forschungsgruppe rund um Priv.-Doz.Thomas Lörting bereichert. „Katrin Winkel ist in den letzten Jahren eine sehr wichtige Stütze meiner Arbeitsgruppe geworden, die wir alle nicht mehr missen möchten“, hob Lörting in seiner Laudatio auf die Preisträgerin hervor.

Preis für Chemie-Nachwuchs

Die Stifter des Preises, Dr. Christine und Professor Dr. Georg Sosnovsky, haben in den ersten Nachkriegsjahren an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck Chemie studiert. Ihre berufliche Laufbahn führte Georg und Christine Sosnovsky zunächst nach Australien und später in die USA, wo sie einen Großteil ihres Berufslebens verbrachten. Anlässlich ihres Goldenen Doktorjubiläums im Jahr 1998 kamen beide nach 50 Jahren wieder nach Innsbruck und stifteten den nach ihnen benannten Preis. Dieser zeichnet eine hervorragende Dissertation aus dem Fach Chemie an der Universität Innsbruck aus. Im Vorjahr wurde Prof. Georg Sosnovsky zum Ehrenbürger der Universität ernannt.

(cf/ef)