Goldene Doktoren erneuerten ihr Promotionsversprechen

50 Jahre nach ihrer Promotion erneuerten am vergangenen Freitag Absolventinnen und Absolventen der Universität Innsbruck aus dem Jahr 1960 ihr Promotionsversprechen und ließen damit die Bindung zu ihrer Alma Mater wieder aufleben.
Dr. Gert Vogt und Rektor Töchterle
Bild: Dr. Gert Vogt und Rektor Töchterle

Unter den Geehrten befanden sich unter anderen der ehemalige Innsbrucker Magistratsdirektor Dr. August Wammes, Ehrensenator Dr. Gert Vogt und der Mykologe Dr. Walter Gams. Gams entdeckte im Rahmen seiner Doktorarbeit 1957 in Obergurgl einen unbekannten Bodenpilz und hielt diesen in seiner Dissertation unter dem vorläufigen Namen "Trichoderma inflatum" fest. 1971 beschrieb Walter Gams den Pilz als "Tolypocladium inflatum". Unter diesem Namen ging der Pilz als „Cyclosporin A-Produzent“ für den Einsatz in der Transplantationschirurgie in die Medizingeschichte ein.

 

Die Rektoren der Leopold-Franzens-Universität und der Medizinischen Universität Prof. Karlheinz Töchterle und Prof. Herbert Lochs begrüßten die Jubilarinnen und Jubilare und dankten ihnen für ihre Treue zur Universität. Im Rahmen seiner Begrüßungsrede ging Töchterle auch auf die Studierendenproteste im vergangenen Jahr ein, und wies darauf hin, dass die Universität für die entstandene Diskussion dankbar sei, da sie den Stellenwert der Bildung ins Licht rücke. Universitätsratsvorsitzender Prof. Johannes Michael Rainer ging in seiner Laudatio auf die europäische Studienreform ein, und betonte, dass dabei nicht vergessen werden sollte, österreichische Traditionen im Studium zu erhalten. Die JubilarInnen bezeichnete Rainer als größten Schatz der Universität, da die Universität auf Studierende und AbsolventInnen angewiesen sei, um Ausbildung und Bildung zu verbessern.

 

Dr. Gert Vogt, Ehrensenator der Universität Innsbruck und Mitglied des Deutschen Freundeskreises der Universität, dankte im Anschluss an die Diplomerneuerung im Namen aller JubilarInnen der Univeristät Innsbruck für „die hervorragende und intensive Ausbildung, die uns unser Leben lang begleitet hat.“ Dieser Dank an seine Alma Mater beinhalte auch die Empfehlung an seine Enkel, an der Leopold-Franzens-Universität zu studieren.

Lebendiges Miteinander der Generationen

Das Goldene Doktorjubiläum wurde nach dem II. Weltkrieg eingeführt, um die Bindung der AbsolventInnen zur Universität Innsbruck aufrecht zu erhalten und ein lebendiges Miteinander der Generationen zu gestalten. Gesetzlich geregelt wurde das Goldene Doktorjubiläum 1955. Anfangs wurden nur AbsolventInnen geladen, die eine direkte Bindung zur Universität aufweisen konnten. Diese Einschränkung wurde jedoch in den 80er Jahren unter Rektor Rainer Sprung aufgehoben. Alle, die an der Universität Innsbruck promoviert haben, werden seit damals zum Goldenen Doktorjubiläum geladen, um ihren Doktorgrad zu erneuern.

 

Eine Liste aller Jubilarinnen finden Sie hier.

(sr)