Zwei Stockerlplätze bei FameLab

Den eigenen Forschungsbereich in fünf Minuten verständlich, mitreißend und korrekt erklären: Dieser Herausforderung stellten sich zehn NachwuchswissenschaftlerInnen beim Österreich-Finale von FameLab am 4. April in Wien. Die Mikrobiologin Sigrid Neuhauser und der Chemiker Werner Stadlmayr errangen für die Uni Innsbruck gleich zwei Stockerlplätze.
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Bild: Der Britsche Botschafter Simon Smith und Minister Johannes Hahn posierten mit den FameLab-Gewinnern: Sigrid Neuhauser (2. v.l.), Lucia Aronica (3. v.l.) und Werner Stadlmayr (4.v.l) Foto: British Council 2009 / Goldberger

FameLab ist ein internationaler Wettbewerb für Wissenschaftskommunikation, der 2005 in Großbritannien ins Leben gerufen wurde und seit 2007 jährlich auch in Österreich stattfindet. Zum heurigen Österreich-Finale im Technischen Museum in Wien traten zehn junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an, die sich bei vier Vorausscheidungen in Wien, Graz, Linz und Innsbruck für die Endrunde qualifiziert hatten. Überzeugen mussten die FinalistInnen in erster Linie durch Kreativität und rhetorischen Fähigkeiten, als Hilfsmittel waren ausschließlich Gegenstände erlaubt, die sie selbst auf die Bühne tragen konnten, jedoch keine computergestützten Präsentationstools. Die hochkarätig besetzte, sechsköpfige Expertenjury hatte die Auftritte der KandidatInnen anhand der Kriterien Inhalt, Klarheit und Charisma zu bewerten. „Die Entscheidung ist uns sehr schwer gefallen“, schickte Gabriele Zuna-Kratky, Jurymitglied und Direktorin des Technischen Museums der Verkündung der Juryentscheidung voraus.

 

Doppelerfolg für Innsbrucker KandidatInnen

 

Dr. Sigrid Neuhauser vom Institut für Mikrobiologie kam mit ihrer spannend erzählten Geschichte über die Bedrohung von Weinreben durch einen „bösen“ und ihre Rettung durch einen „guten“ Pilz auf Platz zwei. Mag. Werner Stadlmayr vom Institut für Physikalische Chemie erklärte mithilfe eines einzigen Papierblattes das Prinzip der Katalyse und demonstrierte damit auch die Bedeutung von Oberflächen in Katalysatoren.  Er darf sich über den dritten Platz freuen. Den Sieg holte sich Lucia Aronica, Doktorandin am Wiener Institut für Molekulare Biotechnologie, die Dr. Jekyll und Mr. Hyde zur plakativen Erklärung der RNA-Interferenz auf die Bühne brachte. Aronica vertritt Österreich beim internationalen FameLab-Finale im Rahmen des Cheltenham Science Festivals im Juni 2009.  

Die Preise wurden von Wissenschaftsminister Johannes Hahn überreicht. „Faszination und Neugier sind zwei wesentliche Schlüssel zu Wissenschaft und Forschung. Ich bin überzeugt, dass heute wieder einige Türen geöffnet wurden", so der begeisterte Minister nach der Verleihung.

(ef)