CAST Technology Award 2008

Mit dem CAST Technology Award zeichnet das CAST mit seinem Kooperationspartner trans IT in regelmäßigen Abständen die innovativsten und wirtschaftlich aussichtsreichsten Geschäftsideen mit technologischem Hintergrund aus. 2008 belegten neben den beiden Siegerprojekten der Medizinischen Uni Wissenschaftler der Uni Innsbruck die Plätze Drei bis Fünf.
Dr. Werner Nachbauer erreichte mit seinem Team vom Institut für Sportwissenschaften den 3. Platz beim CAST Technology Award 2008.
Bild: Dr. Werner Nachbauer erreichte mit seinem Team vom Institut für Sportwissenschaften den 3. Platz beim CAST Technology Award 2008.

Die Aufgabe, aus der Vielzahl von innovativen und kreativen Einreichungen beim CAST Technology Award 2008 die beste bzw. die besten Geschäftsideen herauszufiltern, hat sich die CAST Jury auch dieses Mal nicht leicht gemacht. Bewertet wurde unter anderem nach den Kriterien Marktpotential, Innovationskraft, Kundennutzen, Wettbewerbssituation und wirtschaftliche Realisierbarkeit der Idee. Belohnt wurden jene Projekte, denen von Seiten der Fachjury die besten Chancen auf wirtschaftliche Umsetzung eingeräumt wurden. Christian Mathes vom CAST sowie Sara Matt-Leubner vom trans IT überreichten die Preise an die glücklichen Gewinner.

 

Erster Platz mal zwei

Den ersten Platz belegten zwei Projekte aus der Medizinischen Universität Innsbruck: Dr. Florian Kral und Dr. Wolfgang Freysinger, Universitätsklink für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde für ihr Arbeit zu Vorrichtung, die medizinische Eingriffe an der Schädelbasis erleichtern soll und Dr. Herbert Oberacher, Institut für Gerichtliche Medizin der Medizinischen Universität Innsbruck, der ein sehr effizientes Werkzeug zur Identifizierung (bio)organischer Moleküle entwickelt hat.

 

Von Kunsteisbahnen und Weinanalysen

Die weiteren drei Prämierten kommen von der Universität Innsbruck. Den dritten Platz erreichte Dr. Werner Nachbauer mit seinem Team vom Institut für Sportwissenschaften. Dort arbeitet man an der Entwicklung einer künstlich vereisten Sprintkunsteinbahn für Rodel, Skeleton und Zweierbob. Die neuartige Leichtbauweise unter Verwendung von modernen Faserverbundwerkstoffen sowie eine neue energieeffiziente Kühltechnologie ermöglichen die Produktion dieser Sportstätten, die in der Anschaffung kostengünstiger sind als ihre Vorgänger.

Richard Spindler, Student der Informatik an der Universität Innsbruck, belegte denvierten Rang. Er beschäftigt sich schon seit einigen Jahren in seiner Freizeit mit der Entwicklung eines Open Movie Editors. Dabei handelt es sich um eine Open Source Video-Schnitt Software, die privaten Linux Anwendern die Möglichkeit bieten soll, ihre Videos professionell zu bearbeiten. Ihre Funktionalität hat die Software bereits beim Schnitt des Filmprojekts "McFinnen&Wallace", das in diesem Jahr beim Filmfestival film:riss in Salzburg unter den Siegern zu finden war, bewiesen.

Platz Fünf ging an Mag. Dr. Christian Huck vom Institut für Analytische Chemie und Radiochemie. Er stellte in seiner Einreichung ein objektives Verfahren zur schnellen Weinanalytik vor. Seine Methode macht eine Bestimmung von Rotwein nach Herkunft, Rebsorte und Jahrgang sowie der chemischen Zusammensetzung (Weinsäure, Zuckergehalt, ph-Wert) von der Traube über die Maische bis zum fertigen Wein möglich. Damit kann die bisher aufwendige chemische Analyse der Inhaltstoffe durch eine einzige, sekundenschnelle Messung, die keinerlei Vorbereitung voraussetzt, ersetzt werden.

 
Ein Ideenwettbewerb - der Hintergrund

Das Grundprinzip hinter dem von CAST ins Leben gerufenen Ideenwettbewerb ist es, ForscherInnen zu motivieren regelmäßig darüber nachzudenken, ob ihre Forschungsergebnisse oder Entwicklungen für die Wirtschaft von Bedeutung sind. Mit der Ausschreibung des CAST Technology Awards wird den Tiroler ForscherInnen die unkomplizierte, fast spielerische Möglichkeit gegeben, Ihre Forschungsarbeit einer Art „Wirtschaftlichkeitstes“t zu unterziehen. „Es geht beim CAST Technology Award nicht um eine Bewertung der Qualität der Forschungsergebnisse sondern darum, ob sie das Potential haben, einer Kommerzialisierung zugeführt zu werden“, betont Mag. Christian Mathes, Geschäftsführer des CAST. Die Jury begutachtet die Ideen dahingehend, ob sie Chancen am Markt haben und gibt gute Aufschlüsse darüber, ob attraktive wirtschaftliche Erlöse möglich sind – sei es durch Unternehmensgründung, Patentierung oder Lizenzierung. Bei allen weiteren Schritten berät, begleitet und fördert das CAST ForscherInnen der Tiroler Hochschulen, Fachhochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen.

(ip)