Auszeichnung für Spitzenleistung in Nanowissenschaften

Vergangene Woche wurde der erste Austrian Nano Award von Staatssekretärin Christa Kranzl vergeben. Prof. Andreas Bernkop-Schnürch vom Institut für Pharmazie der Uni Innsbruck ist unter den drei Hauptpreisträgern, die für hervorragende Forschungsleistungen und Errungenschaften in den Nanowissenschaften ausgezeichnet wurden.
Andreas Bernkop-Schnürch wurde mit dem Austrian Nano Award ausgezeichnet.
Bild: Andreas Bernkop-Schnürch wurde mit dem Austrian Nano Award ausgezeichnet

Prof. Bernkop-Schnürch wurde von der international besetzten Jury in der mit 20.000 Euro dotierten Kategorie Grundlagen: nanoRESEARCH  ausgewählt. Die Nominierten in diesem Bereich kamen aus dem Gesamtgebiet der Nanowissenschaften – Physik, Chemie, Bio­logie, Materialwissenschaften, Medizin oder Pharmazie u.a. In der zu prämierenden Arbeit sollten entweder eine neu entwickelte experimentelle Methodik, oder auch eine neuartige Theorie im Rahmen der Nanowissenschaften erforscht und beschrieben werden. „Ich freue mich sehr, dass der Preis für die Forschung im Bereich der Nanotechnologie nach Innsbruck gegangen ist, denn dies zeigt, dass wir auch im Bereich der Materialforschung mit anderen auf diesen Bereich spezialisierten Universitäten durchaus mithalten können“, betont Prof. Tilmann Märk, Vizerektor für Forschung der Uni Innsbruck.

 

Thiomer-Technologie

In seinem Nanomedizin-Projekt entwickelte Andreas Bernkop-Schnürch die so genannte Thiomer-Technologie, bei der die therapeutische Effizienz von Medikamenten mit Hilfe thiolisierter Makromoleküle erhöht wird. Diese werden eingesetzt um Medikamente zielgenau in den Körper zu transportieren oder eine optimale Wirkstoffaufnahme zu ermöglichen. Daneben wurden noch Preise in den Kategorien nanoBUSINESS, nanoSOCIETY und nanoYOUTH vergeben.

 

Nano Award

Die Nanotechnologie gilt als „Schlüsseltechnologie“ des 21. Jahrhunderts und ist heute eine interdisziplinäre Querschnittstechnologie, die nahezu alle Forschungsfelder wie Physik, Chemie, Biologie, Materialwissenschaften, Medizin und Informationstechnologien berührt und stetig an Bedeutung gewinnt. Auch in der Wirtschaft spielt die Nanotechnologie eine immer wichtigere Rolle. Bisher sind rund 300 deklarierte Nano-Produkte auf dem Markt.

Zur systematischen Förderung der Nanotechnologien hat das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) im Jahr 2004 zusätzlich die „Österreichische NANO Initiative“ ins Leben gerufen, deren Ziel es ist, durch die Bündelung forschungsbezogener, struktureller und begleitender Maßnahmen im Bereich der Nanowissenschaften und Nanotechnologien Synergien und Wettbewerbsvorteile für die österreichische Wirtschaft zu schaffen.  Mit dem heuer erstmals bundesweit ausgeschriebenen nano award will das BMVIT ein sichtbares Zeichen der besonderen Bedeutung und Anerken­nung für hervorragende Forschungsleistungen und Errungenschaften auf diesem Gebiet setzen. Der Award soll dazu beitragen, das Themenfeld der Nanowissenschaften und Nanotechnologien in der österreichischen Forschungs­landschaft noch weiter zu stärken.

(sr)