Katholisch-Theologische Fakultät erhält Friede-Dialog-Preis 2008

Am 4. September fand im Rahmen der „Abrahamitischen Tafel“, zu der vom Friede Institut für Dialog eingeladen wurde, die Verleihung des Friede-Dialog-Preises 2008 an die Katholisch-Theologische Fakultät Innsbruck und das Forschungsprogramm Kommunikative Theologie statt.
Die Katholisch-Theologische Fakultät der Uni Innsbruck wurde mit dem Friede-Dialog-Preis ausgezeichnet.
Bild: Die Katholisch-Theologische Fakultät der Uni Innsbruck wurde mit dem Friede-Dialog-Preis ausgezeichnet. [Foto: FRIEDE Institut für Dialog]

Gewürdigt wurden damit die Bemühungen um den wissenschaftlich reflektierten Dialog- und Begegnungsprozess zwischen Muslimen und Christen, die mit dem Kongress „„heilig – tabu - Faszinierende und erschreckende Facetten multikultureller sowie multireligiöser Begegnung“ (10. bis 12. April 2008 in Telfs) einen vorläufigen Höhepunkt erreichten.

 

Das Friede Institut für Dialog ist eine vorwiegend muslimische Initiative, die sich aktiv für ein friedliches Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichen Religionen und Kulturen einsetzt. „Dialog und das Streben nach Verständnis für den ‚Anderen’“, so das Institut in seinem Selbstverständnis, sind in einer Zeit, in der unsere Gesellschaften zunehmend von Multikulturalität und Multireligiösität und den damit zusammenhängenden Konflikten geprägt sind, besonders notwendig.

 

Es ist dem Friede Institut für Dialog ein wichtiges Anliegen, konkrete Zeichen für Dialog und Begegnung zu setzen. So hat es auch heuer wieder  – wie die letzten 2 Jahre – zu Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan Christen, Juden und Muslime zu einem festlichen Abend eingeladen, der mit einem Rückblick auf das abgelaufene Jahr begann. Ismail Tokmak, Leiter des Institutes: „Das Friede Institut hat es sich zum Ziel gesetzt, unermüdlich an der Weiterentwicklung von Dialog und gegenseitiger Wertschätzung zu arbeiten. Es geht in unserer Gesellschaft darum, Vielfalt als Wert und Schatz zu entdecken.“ Durmus Gamsiz, stellvertr. Leiter, stellte die Projekte vor, die das Friede Institut für Dialog im letzten Jahr geleitet hat oder an denen es beteiligt war. Prof. Matthias Scharer nahm den Preis für die Fakultät und das Kongressteam entgegen und bedankte sich mit einer Rede für die Anerkennung. Nach einem gemeinsamen Gebet wurde die Tafel eröffnet.

 

Der Friede-Dialog-Preis wurde heuer zum zweiten Male vergeben, 2005 gab es Preise in den Kategorien Literatur, Dialog von Religionen und Kulturen, Kunst.  

(ip)