ÖAW fördert Innsbrucker Nachwuchswissenschafter

Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) verlieh Ende Jänner insgesamt 87 Stipendien an hervorragende NachwuchsforscherInnen. Unter den neuen StipendiatInnen befinden sich drei WissenschaftlerInnen der Uni Innsbruck.
Symbolbild [Foto: ÖAW]
Bild: Symbolbild [Foto: ÖAW]

Die Überreichung der Stipendienurkunden erfolgte im Rahmen eines Festaktes durch Bundesminister Johannes Hahn und ÖAW-Präsident Perter Schuster. In seiner Festrede widmete sich Bundesminister Hahn dem Thema: „Die Förderung von Exzellenz in Wissenschaft und Forschung – Wege und Möglichkeiten“. Anschließend wurden die Projekte der neuen StipendiatInnen die für die verschienen Stipendienprogramme ausgewählt wurden, präsentiert.

 

MMag. Stefanie Gapp, Dipl.-Ing. Barbara Goller und Dr. Stefan Denifl von der Universität Innsbruck erhielten Stipendienurkunden für die Programme DOC, DOC-fForte und APART.

 

Neue ÖAW-StipendiateInnen der Uni Innsbruck

Stefanie Gapp, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Finanzwissenschaft der Uni Innsbruck, erhält für ihr Dissertationsprojekt  „Third Party Intervention and Cooperation in the Prisoners´ Dilemma“ ein Stipendium aus dem DoktorandInnenprogramm (DOC) der ÖAW. Sie beschäftigt sich darin mit sozialen Dilemma-Situationen, in denen das Eigeninteresse von Individuen dem kollektiven Interesse entgegensteht. Die inhärente Anreizproblematik erschwert, eine Kooperation zwischen den beteiligten Partien zu erzielen und aufrecht zu erhalten. Untersuchungsgegenstand ihrer Dissertation ist der Einfluss von (in finanzieller Sicht) unbeteiligten Dritten auf die Kooperationsbereitschaft der interagierenden Parteien.

 

Barbara Goller vom Institut für Grundlagen der Bauingenieurwissenschaften wurde in das Stipendienprogramm DOC-fForte aufgenommen, das sich zum Ziel gesetzt hat, Zweitabschlüsse von Frauen in den Bereichen Technik, Naturwissenschaften und Medizin sowie Biowissenschaften und Mathematik zu forcieren. Goller beschäftigt sich in ihrem Dissertationsvorhaben „Stochastische Modellvalidierung von Tragwerksstrukturen“ mit der Validierung numerischer Modelle (Finite-Elemente-Modelle) von Tragwerken unter Berücksichtigung von Unsicherheiten. Die Verwendung von Testresultaten zur Verbesserung des Modells wurde  bereits in deterministischen Berechnungen untersucht, der innovative Aspekt liegt in der Einbeziehung von unvermeidbaren Unsicherheiten.

 

Stephan Denifl, Postdoc am Institut für Ionen- und Angewandte Physik, wurde in das APART-Program der ÖAW aufgenommen. APART unterstützt junge hochqualifizierte WissenschaflterInnen aus allen Disziplinen, die sich habilitieren oder eine habilitationsähnliche Leistung erbringen wollen. Denifls Forschungsprojekt hat das Ziel, chemische Reaktionen mit biologisch relevanten Molekülen durch Bestrahlung mit Elektronen und Photonen zu induzieren und zu untersuchen. Eine dabei ablaufende Biomolekülsynthese ist für die Astrochemie und Astrobiologie interessant, wobei man die Fragen über mögliches Leben im Weltraum und über die Entstehung des Lebens auf der Erde zu beantworten versucht. 

 

Text: Susanne Röck

 

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