Innsbrucker Ökonomin erhält OeNB-Stipendium

Karin Lang vom Institut für Banken und Finanzen der Uni Innsbruck wurde Ende November mit dem Franz-Weninger – Stipendium der Österreichischen Nationalbank ausgezeichnet.
Dr. Josef Christl von der OeNB überreichte Karin Lang das Franz-Weninger – Stipendium [Foto: OeNB]
Bild: Dr. Josef Christl von der OeNB überreichte Karin Lang das Franz-Weninger – Stipendium [Foto: OeNB]

Die Oesterreichische Nationalbank zeichnete auch heuer wieder  junge Ökonomen und Ökonominnen für hervorragende wirtschaftswissenschaftliche Arbeiten aus. Das Franz Weninger Stipendium prämiert Diplomarbeiten und Dissertationen auf dem Gebiet der Geldtheorie und Geldpolitik. Mag. Karin Lang, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Banken und Finanzen der Uni Innsbruck konnte sich über das mit 3000 Euro dotierte Franz Weninger – Stipendium freuen.

 

Sie erhielt die Auszeichnung für ihre Diplomarbeit mit dem Titel Analyse von Arbitragegelegenheiten im Bereich der Kapitalstruktur eines Unternehmens". „Arbitrage ist der Versuch, aus möglichen Bewertungsunterschieden am Markt mithilfe verschiedener Strategien möglichst risikolose Gewinne zu erzielen. Die rasante Entwicklung der Finanzwirtschaft bietet hierfür einerseits ständig neue Möglichkeiten, andererseits erfordern eine hohe Dynamik und Flexibilität laufend komplexere Strategien, um diese Situationen auszunutzen. Eine solche Strategie stellt die in jüngerer Zeit entstandene Arbitrage in der Kapitalstruktur eines Unternehmens dar“, erklärt Karin Lang.

 

Im Rahmen ihrer Arbeit werden zunächst das grundlegende Prinzip der Arbitrage und ihre Stellung in der neoklassischen Finanzierungstheorie beschrieben. „Es wird gezeigt, dass die Ausnutzung von Bewertungsunterschieden am Markt – entgegen der Theorie – in der Realität keineswegs risikolos ist und auch gewisse Grenzen der Arbitrage bestehen“, so Lang.

Der Schwerpunkt der Arbeit liegt speziell auf Arbitrage in der Kapitalstruktur eines Unternehmens, sodass anschließend näher darauf eingegangen wird und zunächst deren Entstehung und mögliche Strategien in diesem Bereich vorgestellt werden. Es wird sowohl das theoretische Kalkül der Kapitalstrukturarbitrage beschrieben, als auch ein zur Identifizierung von relativen Bewertungsunterschieden verwendetes Modell vorgestellt und diskutiert. Weiters werden die ersten Potenzialanalysen dargestellt und die wesentlichen Ergebnisse dieser Studien erklärt. Abschließend beschreibt Karin Lang an einem konkreten Beispiel die Umsetzung der theoretischen Konzepte in der Praxis.

 

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