Uni Innsbruck bei Kardinal-Innitzer-Preis erfolgreich

Am Samstag, den 15. Dezember, wurde der traditionelle Kardinal-Innitzer-Preis im Erzbischöflichen Palais in Wien verliehen. Zwei Förderungspreise und ein Würdigungspreis gingen dabei nach Innsbruck. Somit ist die Universität Innsbruck nach der Universität Wien die am stärksten vertretene Universität.
Hannelore Weck-Hannemann erhielt den Würdigungspreis für Geisteswissenschaften der Kardinal-Innitzer - Stiftung
Bild: Hannelore Weck-Hannemann erhielt von Kardinal Christoph Schönborn den Würdigungspreis für Geisteswissenschaften überreicht.[Foto: Dr.Brigitte Ngo Van-Wagner]

Der Kardinal-Innitzer-Studienfonds wurde zur Förderung der Wissenschaft eingerichtet. Jährlich werden Förderungspreise an hervorragende junge österreichische Wissenschafter und Wissenschafterinnen in den Bereichen Naturwissenschaften, Geistes- und Sozialwissenschaften, Biowissenschaften und Medizin vergeben. Voraussetzung dabei ist, dass der Bewerber/die Bewerberin nicht älter als 40 Jahre ist und die eingereichten Arbeiten Habilitationsniveau besitzen. Es können auch Einzelstudien von Habilitierten zur Prämierung eingereicht werden. Die Bewerbungen werden durch den Studienfonds, externe GutachterInnen und das Kuratorium geprüft. Die Preisverleihung nimmt der Erzbischof von Wien, Kardinal Dr. Christoph Schönborn, im Rahmen einer feierlichen Vergabesitzung vor.

 

Gleich zwei Innsbruckern wurde die Ehre eines Förderungspreises zuteil: Die Auszeichnung erhielten Dr. Dominik Markl SJ für seine wissenschaftliche Studie „Der Dekalog als Verfassung des Gottesvolkes“ und DI Dr. Stefan Achleitner für seine Arbeit „Modulare konzeptionelle Modellierung in der Siedlungsentwässerung“. Der Würdigungspreis für Geisteswissenschaften ging an Prof. Dr. Hannelore Weck-Hannemann.

 

Die PreisträgerInnen der Universität Innsbruck:

 

Förderungspreise 2007:

 

 DI Dr. Stefan Achleitner

Arbeit: „Modulare konzeptionelle Modellierung in der Siedlungsentwässerung. Entwicklung und Anwendung der Software CITY DRAIN“DI Dr. Achleitner hat ein modulares Konzept für die Simulation von Abwassersystemen entwickelt, programmiert und in diversen Anwendungen auf Praxistauglichkeit getestet. Er zeigt damit, dass es auch mit beschränkten Personalressourcen möglich ist, die komplexen Zusammenhänge des Abwassersystems in einem modularen Programm darzustellen.

 

Dr. theol. Dominik Markl SJ

Arbeit: „Der Dekalog als Verfassung des Gottesvolkes. Die Brennpunkte einer Rechtshermeneutik des Pentateuch in Exodus 19-24 und Deuteronomium 5 (Herders Biblische Studien 49) beim Fonds. Die Arbeit ist laut Fachgutachten mit einer Habilitation vergleichbar. Das Werk betritt Neuland einer Rechtshermeneutik des synchron gelesenen Pantateuch. Herr Dr. Markl SJ untersucht die Funktion der Dekaloge in ihrem jeweiligen literarischen Kontext und arbeitet so die rechtshermeneutisch herausgehobene Position der Dekaloge unter den alttestamentlichen Gesetzen heraus, die den Verfasser veranlasst, die Analogie des modernen Verfassungsrechts zum Verständnis der Rechtsfunktion der Dekaloge in Anschlag zu bringen. Die Arbeit ist die erste monographische Behandlung dieser Thematik in der alttestamentlichen Wissenschaft, die tatsächlich mit der Anwendung synchroner Methodik auch methodisch Neuland betritt.

 

Würdigungspreis für Geisteswissenschaften 2007:

 

Prof. Dr. Hannelore Weck-Hannemann

Ihre Forschungsschwerpunkte sind Finanzwissenschaft, Ökonomische Theorie der Politik, Internationale Politische Ökonomie, Umweltökonomie/Naturgefahrenmanagement, Familien-/Frauenökonomie, angewandte und experimentelle Ökonomie. Prof. Dr. Weck-Hannemann hat unter anderem den Klimaschutzpreis der österreichischen Hagelversicherung für das Autorenteam der Studie „Global Environmental Change in Alpine Regions: Recognition, Impact, Adaptation and Mitigation“ erhalten. Aktuell beschäftigt sie sich mit der Betreuung mehrere Projekte im Bereich sozio-ökonomischer Aspekte von Naturgefahren in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum „alpS – Centre for Natural Hazard Management“.