RMA-Risikomanagement Preis für Dissertation der Universität Innsbruck

Die Dissertation von Dipl.-Ing. Dr.techn. Roland Feik vom Arbeitsbereich Baubetrieb, Bauwirtschaft und Baumanagement des Instituts für Konstruktion und Materialwissenschaften (Baufakultät) wurde mit dem RMA Risikomanagementpreis 2006 ausgezeichnet.
Dipl.-Ing. Dr.techn. Roland Feik

Mit dem Risikomanagement-Preis der deutschen Risk Management Association e. V. (RMA) werden wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet des Risikomanagements gewürdigt, die einen hohen Grad an Kreativität, Know-how und Engagement aufweisen und die außergewöhnlich wertvoll für die weitere Entwicklung des Risikomanagements in den Unternehmen und Institutionen sind. Der RMA-Risikomanagement-Preis wurde im Jahr 2006 gemeinsam mit dem Lösungsanbieter RMCE RiskCon ausgeschrieben und war mit 1.000 € dotiert.

In der Kategorie "Dissertationen" überzeugte die Arbeit von Roland Feik (Universität Innsbruck) mit dem Titel "Elektronisch gestütztes Risikomanagement im Bauwesen - Ein Konzept eines elektronisch gestützten Chancen- und Gefahrenmanagementsystems für Auftraggeber". Ausschlaggebend für das Urteil der Jury waren vor allem die von Feik dargestellten methodisch anspruchsvollen, aber dennoch praktikablen Ansätze.

 

Zur Dissertation

Chancen und Gefahren in Projekten zu identifizieren, zu bewerten und die geeigneten Maßnahmen zu treffen, sollten als parallele – aber verknüpfte – Prozesse zum Projektmanagement etabliert werden. Risikomanagement als intensive Auseinandersetzung mit Chancen und Gefahren in Projekten und in projektorientierten Unternehmen führt zu einer verbesserten Projektabwicklung und zu einem besseren Projektergebnis hinsichtlich der drei wesentlichen Projektfaktoren: Kosten, Termine und Qualität.

Ziel des in der Dissertation beschriebenen Konzepts ist die Institutionalisierung des Risikomanagements in Bauprojekten über den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks hinweg, beginnend von der Idee und der Projektentwicklung, über die Projektabwicklung und die Errichtung bis hin zur Nutzung. Neben der durch die elektronische Unterstützung des Chancen- und Gefahrenmanagements mittels „eCGM System“ geschaffenen Gesprächsbasis inklusive der Bewertung von erkannten Risiken eignet sich das System zur standardisierten Dokumentation und ermöglicht ein systematisches Controlling von risikobehafteten Vorgängen in Projekten.

Risikomanagement ist eine wesentliche Aufgabe, die ein Auftraggeber in seinem eigenen Interesse beherrschen muss, um Bauprojekte umsetzen zu können. Das vorgestellte Konzept kann einen Beitrag dazu leisten. Der Nutzen für Auftraggeber und die Einführung des eCGM-Systems in ein bauprojektorientiertes Unternehmen runden die Risikomanagementbetrachtung ab.

Das Buch zur Dissertation mit der ISBN-Nummer 3-8334-6058-X ist ab November im Handel erhältlich.

 

Zur Person

Dipl.-Ing. Dr.techn. Roland Feik ist 1975 in Linz geboren. Er absolvierte das Studium des Bauingenieurwesens mit der Vertiefungsrichtung Baubetrieb und Bauwirtschaft an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck (LFUI) und an der norges teknisk-naturvitenskapelige Universitet NTNU Trondheim/Norwegen.

Seit 2003 ist Roland Feik Universitätsassistent am Arbeitsbereich für Baubetrieb, Bauwirtschaft und Baumanagement (i3b) des Instituts für Konstruktion und Materialwissenschaften an der LFUI als Mitarbeiter von Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr. Arnold Tautschnig im Fachbereich Baumanagement beschäftigt. Seine Schwerpunkte in Lehre und Forschung sind Projektmanagement, Dokumenten- und Wissensmanagement sowie Risikomanagement.

 

Zum Thema Risikomanagement

Der Arbeitsbereich i3b veranstaltet heuer bereits zum 7. Mal die Tagung „ICC - International Consulting and Construction“. Die Tagung am 16. und 17. November 2006 dreht sich dieses Jahr um „Neue Aspekte im projektbezogenen Risikomanagement aus der Sicht von Bauherren, Planern und Ausführenden“ mit Beiträgen aus Theorie und Praxis. Weitere Informationen sowie die Möglichkeit der Anmeldung finden Sie unter www.icc-seminar.com

 

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