Abschluss mit höchsten Ehren

Im Rahmen eines Festaktes überreichte heute Bundespräsident Dr. Heinz Fischer der Medizinerin Dr. Katrin Kienzl und der Chemikerin Dr. Sigrid Gschösser den Ehrenring anlässlich ihrer “Promotio sub auspiciis praesidentis rei publicae”.
Sub Auspiciis
Bild: Bundespräsident Dr. Heinz Fischer überreicht Dr. Sigrid Gschösser den Ehrenring der Republik Österreich

In ihren Reden zeigten sich die Rektoren der beiden Universitäten, Univ.-Prof. Dr. Manfried Gantner und Univ.-Prof. Dr. Clemens Sorg sehr erfreut über die beiden exzellenten Absolventinnen. Darüber hinaus betonten auch beide die hohe Symbolkraft dieses gemeinsamen Festaktes. „Ich bin sehr erfreut darüber, dass wir diese Veranstaltung gemeinsam durchführen, da auch das ein Symbol für unsere Zusammenarbeit ist“, unterstrich Manfried Gantner. In diesem Zusammenhang verwies der Rektor der Leopold-Franzens-Universität auf den gemeinsamen Neubau der beiden Unis am Innrain, an dem insbesondere jene Bereiche der Chemie und der Medizin zusammengeführt werden sollen, in denen auch die beiden Promovendinnen tätig sind. Clemens Sorg zeigte sich sehr zuversichtlich: „Diese beiden jungen Wissenschaftlerinnen arbeiten an der Schnittstelle von Medizin und Naturwissenschaft, einem Bereich, wo wir in Innsbruck an den beiden Universitäten sehr gute Voraussetzungen haben und den wir gemeinsam weiter stärken wollen. Der Neubau ist dafür die eine Voraussetzung, die zweite, vielleicht noch wichtigere, ist jedoch, dass wir auch die wissenschaftliche Kapazität dafür haben und in der Lage sind entsprechenden wissenschaftlichen Nachwuchs nach oben zu führen. Der heutige Tag ist eine besonders gutes Beispiel dafür, dass wir das können.“

 

Bundespräsident Heinz Fischer gratulierte den beiden Wissenschaftlerinnen für ihre großen und über viele Jahre konstanten Leistungen. Besonders legte er Ihnen ans Herz, die Aufforderung in der Promotionsformel sehr ernst zu nehmen, vorurteilsfrei und offen auf Neues zuzugehen.

 

Katrin Kienzl wurde 1980 in Freistadt (OÖ) geboren. Nach der Matura begann sie 1998 in Innsbruck Medizin zu studieren. In ihrer Dissertation, die sie 2003 am Daniel-Swarovski-Forschungslabor in Innsbruck begann, setzte sie sich mit Abstoßungsreaktionen im Zusammenhang mit Herztransplantationen bei Mäusen auseinander und ermittelte dabei spezifische Proteomic-basierte Biomarker. Nach Abschluss der Dissertation im Juni 2005, begann die erfolgreiche Nachwuchswissenschaftlerin neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit eine Ausbildung zur Fachärztin für Chirurgie an der Abteilung für Allgemeine- und Transplantationschirurgie der Medizinischen Universität Innsbruck bei Prof. Raimund Margreiter. Frau Dr. Kienzl hat bereits an verschiedenen wissenschaftlichen Fachkongressen teilgenommen und wird anlässlich des World Transplant Congress in wenigen Wochen in Boston einen Ausschnitt ihrer wissenschaftlichen Arbeit präsentieren.

 

Sigrid Gschösser wurde 1976 in Innsbruck geboren. Nach ihrer Matura im Gymnasium Sillgasse begann sie 1995 an der Universität Innsbruck ein Chemiestudium, das sie im Jahr 2001 mit Auszeichnung abschloss. Ihre Diplomarbeit entwickelte Sigrid Gschösser in der Arbeitsgruppe von Prof. Bernhard Kräutler am Institut für Organische Chemie. Hier arbeitet sie im Anschluss an ihre Diplomarbeit auch im Rahmen eines FWF-Projektes. Im Jahre 2005 beendete Sigrid Gschösser dann ihr Doktoratsstudium ebenfalls sehr erfolgreich. Von April 2004 bis Dezember 2005 arbeitete Frau Gschösser als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für organische Chemie. Derzeit gilt ihre Aufmerksamkeit ihrem im Februar geborenen Sohn Tobias. Wissenschaftlich beschäftigt sich Frau Dr. Gschösser mit der Synthese organischer Substanzen im Bereich der RNA und des Vitaminkomplexes B12.   Sie hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach die Gelegenheit ihre wissenschaftliche Arbeit im Rahmen von Fachpublikationen, Vorträgen und Posterpräsentationen vorzustellen.

 

Die Promotion “sub auspiciis” ist eine spezifisch österreichische Form der Auszeichnung hervorragender Studienleistungen. In den Genuss dieser allerhöchsten Auszeichnung kommen nur JungdoktorInnen, die die Oberstufe mit Vorzug abgeschlossen, an der Universität jede Prüfung “sehr gut” bestanden, ihr Diplom- und Doktoratstudium mit “Auszeichnung” absolviert haben und denen darüber hinaus “ein auszeichnungswürdiges Verhalten an der Hochschule als auch außerhalb derselben” bescheinigt wird.

 

 

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