Prof. Theresia Theurl feiert 50. Geburtstag

Nach dem Studium an der LFU war Prof. Theresia Theurl 18 Jahre lang am damaligen Institut für Wirtschaftstheorie und –politik der LFU tätig. Heute steht sie der Wirt-schaftswissenschaftlichen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster als Dekanin vor. Innsbruck ist trotzdem - fast 1000 km von Münster entfernt - der private Lebensmittelpunkt geblieben.
Prof. Theresia Theurl.
Bild: Prof. Theresia Theurl.

Geographisch wie mentalitätsmäßig ist Innsbruck in jedem Fall ein spannender Gegensatz zu Münster. Zahlreiche Aktivitäten in Kooperation mit der Raiffeisenorganisation in Südtirol, aber auch ein Studierendenaustausch mit der LFU Innsbruck unterstützen dies zusätzlich. Im Kreise ehemaliger KollegInnen hat sie kürzlich in Innsbruck ihren 50. Geburtstag gefeiert.

 

Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre an der LFU-Innsbruck und einer dreijährigen Assistentenzeit an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität München war Prof. Theresia Theurl 18 Jahre lang am damaligen Institut für Wirtschaftstheorie und –politik der LFU tätig: als Universitätsassistentin, Universitätsdozentin, Assistenzprofessorin und zuletzt als Außerordentliche Universitätsprofessorin. Sie promovierte bei Prof. Karl Socher und habilitierte sich - in der Hochphase der Euro-Diskussion 1992 - mit einer Arbeit über geglückte bzw. weniger geglückte Währungsunionen. 1999 erhielt sie als erstes Mitglied der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät den Tiroler Landespreis für Wissenschaft in Anerkennung von hervorragenden wissenschaftlichen Leistungen.

 

Fachliche Neupositionierung

Im April 2000 folgte sie dem Ruf an die renommierte Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, der sie derzeit auch als Dekanin vorsteht. Sie übernahm dort die Professur für Volkswirtschaftslehre (Nachfolge: Prof. Dr. Holger Bonus) im Centrum für Angewandte Wirtschaftsforschung und als Direktorin die Leitung des renommierten Instituts für Genossenschaftswesen. Mit dem Wechsel der Universität nahm sie auch die Herausforderung einer fachlichen Neupositionierung an. Sie reorganisierte die Strukturen des 1947 als Public-Private-Partnership gegründeten Instituts in vier zukunftsfähige Forschungs- und Beratungscluster. Mit ihrem Team von über 20 wissenschaftlichen MitarbeiterInnen hat sie das Institut mit seiner erfolgreichen genossenschaftlichen Tradition in ein international bekanntes und zukunftsfähiges Kompetenzzentrum für alle Formen von Unternehmensnetzwerken, Allianzen und Partnerschaften entwickelt und dabei manchen historischen Ballast, der die „Genossenschaftsforschung“ an vielen Orten immer noch kennzeichnet, abgeworfen.

 

Das Institut finanziert seine Aktivitäten neben der universitären Ausstattung zu einem großen Teil über Drittmittelforschung. Einmalig im deutschen Sprachraum ist der sehr gefragte Ausbildungsschwerpunkt „Unternehmenskooperation“, der die Studierenden in Kooperations- und Netzwerkmanagement ausbildet und die AbsolventInnen mit einem Alleinstellungsmerkmal auf dem Arbeitsmarkt ausstattet. Prof. Theurl weist ein breites Spektrum an Publikationen auf und ist Mitglied in zahlreichen wissenschaftlichen Gesellschaften sowie ministeriellen Expertenkommissionen. So war sie 2005 für die wissenschaftliche Organisation der Offenen Tagung des Vereins für Socialpolitik - der mit über 3000 Mitgliedern größten Organisation von Ökonomen im deutschsprachigen Raum - verantwortlich.

 

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