Vom Mississippi River zum Goldenen Dachl

Mehr als 8.000 StudentInnen aus dem Süden der USA haben in den letzten 34 Jahren im Rahmen der UNO Summer School ihr Sommersemester in Innsbruck verbracht. Was ursprünglich mit einer Summer School begann, entwickelte sich über die Grenzen der Universität hinaus zu einer tiefgreifenden, vieldimensionalen Partnerschaft.
Mehr als 8.000 StudentInnen aus dem Süden der USA haben in den letzten 34 Jahren im Rahmen der UNO Summer School ihr Sommersemester in Innsbruck verbracht.
Bild: Mehr als 8.000 StudentInnen aus dem Süden der USA haben in den letzten 34 Jahren im Rahmen der UNO Summer School ihr Sommersemester in Innsbruck verbracht.

Das von der Universität New Orleans (UNO) organisierte Studienprogramm gilt als das größte seiner Art, das von amerikanischen Universitäten durchgeführt wird: Jedes Jahr kommen etwa 250-300 StudentInnen aus den Südstaaten nach Innsbruck, um hier ihr Sommersemester zu absolvieren. Auf dem Programm der Studierenden stehen zahlreiche Lehrveranstaltungen, die von der Europäischen (Ess-)Kultur über Shakespeare bis hin zur Geografie Westösterreichs reichen. Zudem haben die Studiosi die Möglichkeit, an Exkursionen teilzunehmen, die alle im Zusammenhang mit den abgehaltenen Kursen stehen. Venedig, Wien, Obergurgl, München, Dachau, Südtirol und Berchtesgaden bilden heuer das Ausflugsprogramm.

 

Den Innsbrucker Studierenden bietet die UNO Summer School immer ein besonderes Zuckerl: Die heimischen StudentInnen können an allen Lehrveranstaltungen kostenlos teilnehmen und dafür Credit Points für ihr Studium erwerben. „Es ist ein großartiges Angebot der University of New Orleans, unseren Studierenden eine kostenlose Teilnahme an den Kursen zu ermöglichen. Im Durchschnitt nutzen dies 50 bis 60 StudentInnen pro Sommer - quer durch alle Studienrichtungen“, freut sich Ellen Palli, Koordinatorin und Organisatorin der Studienprogramme.

 

Studium in Amerika leicht gemacht

Mit der UNO Summer School wurde der Grundstein für die Universitätspartnerschaft zwischen der Universität Innsbruck und der University of New Orleans gelegt, die 1983 gegründet wurde. Seither verbringen jährlich etwa 30 Innsbrucker StudentInnen ein Auslandsjahr an der UNO – so viel Innsbrucker Studierende finden sich an keiner anderen Universität der Welt. Weiters findet jeden Februar ein Kurzstudienprogramm (ASP) für ca. 30 StudentInnen der Uni Innsbruck an der UNO statt. Dieses bietet den Studierenden die Möglichkeit, innerhalb eines Monats anrechenbare Kurse zu besuchen und Kultur und Lifestyle einer amerikanischen Stadt kennen zu lernen. 2009 wird das Programm bereits zum 25. Mal durchgeführt.

 

Um die große Anzahl an AustauschstudentInnen koordinieren zu können, wurde 1997 das Center Austria in New Orleans eröffnet. Das Zentrum bildet die zentrale Anlaufstelle für die österreichischen StudentInnen vor Ort, um ihnen zunächst das Ankommen und später ihren Aufenthalt zu erleichtern. Unterstützt werden die Studierenden beispielsweise bei Visa-Angelegenheiten oder bei der Suche nach einer passenden Unterkunft.

 

Erweiterung des Horizonts inklusive

Der Ansturm auf die UNO kommt nicht von ungefähr: Der Bewerbungsaufwand ist minimal und auch die Kosten für das Studium sind mit 2.000 $ pro Semester für die USA äußerst niedrig. Umso größer ist dafür der Nutzen, den die Studierenden aus einem Auslandsaufenthalt ziehen können: „Es ist extrem wichtig, dass die StudentInnen von der Möglichkeit Gebrauch machen, andere Länder und Bräuche kennen zu lernen. Das Denken und Handeln entwickelt sich auf diese Weise viel offener und befreiter von Voreingenommenheit“, so Ellen Palli.

 

Fest der Lebensfreude

Im Rahmen des 20-jährigen Bestehens der UNO Innsbruck International Summer School unterzeichneten 1995 New Orleans und Innsbruck eine Städtepartnerschaft. Ein Highlight dieser Partnerschaft ist das legendäre New Orleans Festival, das von Kabarettist und Entertainer Markus Linder initiiert wurde und heuer unter dem Motto „10 Years of Big Easy“ sein 10-jähriges Jubiläum feierte.

 

New Orleans gilt als die „Wiege des Jazz“, was die aufspielenden Musiker Jahr für Jahr eindrucksvoll beweisen. Stargast des diesjährigen Festivals war der Sänger, Saxophonist und Entertainer Chucky C., aber auch heimische KünstlerInnen gaben vom 24. bis 27. Juli ihr Stelldichein am Marktplatz und zelebrierten das Fest der großen Leichtigkeit.

 

(ck)