Kooperationsabkommen mit der University of Pretoria unterzeichnet

Zwischen der University of Pretoria (UP), der „leading research university in South Africa“ und der Universität Innsbruck wurde ein Kooperationsabkommen vereinbart. Rektor Karlheinz Töchterle beauftragte den Dekan der Fakultät für Betriebswirtschaft, Stephan Laske, in seinem Namen an der Unterzeichnungszeremonie in Pretoria teilzunehmen.
Prof Antonie de Klerk, Acting Vice-Chancellor und Prof. Stephan Laske bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages; im Hintergrund Prof. Ronel Rensburg, Acting Dean der Fakultät für Economic and Management Sciences und Aloisia Wörgetter, Geschäftsträgerin der Österreichischen Botschaft in Pretoria. [Foto: University of Pretoria]
Bild: Prof Antonie de Klerk, Acting Vice-Chancellor und Prof. Stephan Laske bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages; im Hintergrund Prof. Ronel Rensburg, Acting Dean der Fakultät für Economic and Management Sciences und Aloisia Wörgetter, Geschäftsträgerin der Österreichischen Botschaft in Pretoria. [Foto: University of Pretoria]

Die Formalisierung der angestrebten Zusammenarbeit kam über Vermittlung der Österreichischen Botschaft in Pretoria zustande, nachdem es bereits mehrere wissenschaftliche Kontakte zwischen Angehörigen der University of Pretoria und der Universität Innsbruck, insbesondere an der Fakultät für Betriebswirtschaft gegeben hatte.

 

University of Pretoria

Die University of Pretoria  bezeichnet sich als „leading research university“ in Südafrika. Sie wurde vor genau 100 Jahren gegründet und ist heute mit ca. 50.000 Studierenden eine der größten Universitäten des Landes. UP hat insgesamt neun Fakultäten und eine Business School (Economic and Management Sciences, Education, Engineering, Built Environment and Information Technology, Health Sciences, Humanities, Law, Natural and Agricultural Sciences, Theology and Veterinary Science) verteilt auf sechs verschiedene Standorte. Insgesamt werden mehr als 2.000 unterschiedliche akademische Programme in zwei der insgesamt elf offiziellen Landessprachen (Afrikaans und Englisch) angeboten. Seit 1996 gilt UP als die südafrikanische Universität mit dem höchsten Forschungsoutput; sie ist heute unter den Top 500 der Universitäten weltweit angesiedelt.

 

In ihrem Strategischen Plan definiert die UP folgende Ziele:

  • Attracting and retaining excellent members of staff, inter alia, through appointing staff on merit, providing attractive conditions of service, and providing staff support;
  • Attracting and retaining talented students, inter alia, through using both merit and potential as selection criteria, eliminating financial barriers preventing access by gifted students, and ensuring the quality of student life on campus;
  • Ensuring excellence in teaching and learning by promoting and rewarding good teaching and providing appropriate academic student support;
  • Producing cutting-edge research by supporting excellent researchers and academics, and leveraging the University’s research capacity;
  • Promoting community engagement, particularly on the Mamelodi Campus;
  • Providing excellent support services, inter alia, in the areas of student administration, academic information services, information technology, and the University’s environment and infrastructure.

Ein wichtiges Element der Universitätsstrategie ist der Ausbau der internationalen Zusammenarbeit mit ausgezeichneten Universitäten. Dabei haben sich – nach einer Phase der Konzentration auf den angelsächsischen Sprachraum – die Interessen inzwischen wieder stärker auf europäische Universitäten gerichtet. Die Kooperationen zielen auf Studierenden- und Staffaustausch und insbesondere auf den Auf- und Ausbau gemeinsamer Forschungsvorhaben.

 

„Im Rahmen des Besuchs wurde von den Gesprächspartnern nachhaltiges Interesse an einer lebendigen Umsetzung des Memorandum of Cooperation zum Ausdruck gebracht“, berichtet Dekan Laske. Im Rahmen der Gespräche wurde weiters betont, dass die wissenschaftliche Zusammenarbeit und der Austausch über mehrere Fakultäten erfolgen und somit auf breite Basis gestellt werden soll.  „Neben den zahlreichen offiziellen Treffen und einer Einladung der Österreichischen Botschaft im Anschluss an die Unterzeichnungszeremonie gab es ausführliche Hintergrundgespräche über die University of Pretoria, die Lebens- und Studienbedingungen in Südafrika im Allgemeinen bzw. in Pretoria im Besonderen, die Rahmenbedingungen für einen Austausch von Lehrenden usw.“, so Laske. So wurde beispielsweise über eine mögliche Förderung des Studierendenaustausches durch die Einrichtung eines gemeinsamen Stipendiums gesprochen und auch die Sicherheitsproblematik war Thema der Gespräche. „Die Sicherheitslage ist zweifellos noch ein sehr reales Problem, so dass es sich empfiehlt, den Empfehlungen des Außenministeriums und der Universität selbst jedenfalls Beachtung zu schenken. Andererseits wird der Zugang zum Campus bewacht, Studierendenheime on Campus sind von daher sicher, und – so die Auskunft der Einheimischen – verbessert sich die Situation speziell in Pretoria zunehmend“, erklärt Laske.

 

In den Gesprächen mit den FachvertreterInnen konnte Stephan Laske bereits weitere Kooperationsschritte vereinbarten. So wird er zu verschiedenen Themen (Information über ein „European Studies Programme mit Schwerpunkt Tourismus und Event Management“; Kooperation mit dem Bereich „Sportmanagement“; Informationsaustausch im Bereich „Gleichstellungsakteure – Diversity Management“, „Strategic Human Resource Management“; Gastvortrag im Bereich „Forensic Accounting and Money Laundring“ in Kooperation mit dem Forschungsschwerpunkt „Accounting Theory and Research“) direkten Kontakt mit möglichen Kooperationspartnern an den Fakultäten der Uni Innsbruck aufnehmen.

 

Ein von der UP organisiertes Besichtigungsprogramm, das sich schwerpunktartig auf die Kultur, die jüngere Zeitgeschichte und die gegenwärtige Umbruchsituation der südafrikanischen Gesellschaft bezog (Besuche im Apartheid-Museum (Johannesburg), in Soweto, im Hector-Peterson Memorial rundete den Besuch von Dekan Laske in Südafrika ab.

 

Text: Stephan Laske/ bearbeitet von Susanne Röck

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